Dulig: Osten hat Anteil für SPD-Erfolg bei Bundestagswahl

01.10.2021 Sachsens SPD-Landesvorsitzender Martin Dulig rechnet seiner Partei in Sachsen sowie im Osten einen wesentlichen Anteil an ihrem Erfolg bei der Bundestagswahl zu. Im Osten habe es doppelt so viele Zugewinne wie im Westen gegeben, sagte er am Freitag in Dresden. Sonst hätten die Mehrheitsverhältnisse im Bund möglicherweise anders ausgesehen.

Martin Dulig (SPD, l), Wirtschaftsminister von Sachsen. Foto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Olaf Scholz sei der richtige Kandidat zur richtigen Zeit mit den richtigen Themen gewesen, stellte Dulig fest. Von Inhalten wie Mindestlohn und sicherer Renten hätten sich viele Menschen im Osten angesprochen gefühlt. Nun gebe es acht Bundestagsabgeordnete der sächsischen SPD im neuen Bundestag. Die SPD war bundesweit mit 25,7 Prozent als stärkste Partei aus der Bundestagswahl hervorgegangen, die Union hingegen auf einen historischen Tiefstand von 24,1 Prozent abgestürzt.

Dulig sprach nach der Bundestagswahl von einer «Krafttankstelle» für die sächsische SPD und einem großen Motivationsschub - etwa für den anstehenden Landesparteitag. Gleichzeitig warnte er, dass aus einem Sieg keine Arroganz werden dürfe. Man werde in den nächsten drei Jahren bis zur Landtagswahl hart arbeiten müssen, um den Erfolg weiterzuführen.

Bei der Landtagswahl 2019 hatte die SPD mit 7,7 Prozent der Zweitstimmen einen historischen Tiefstand. Anders hingegen bei der jüngsten Bundestagswahl: Die Sozialdemokraten im Freistaat landeten mit 19,3 Prozent auf dem zweiten Platz und damit vor der CDU (17,2).

Auf dem Landesparteitag am 9. Oktober in Neukieritzsch bei Leipzig will die SPD einen neuen Landesvorstand wählen. Die Bundestagsabgeordnete Kathrin Michel und Generalsekretär Henning Homann treten als Duo an. Damit soll die Partei in Sachsen erstmals in ihrer Geschichte von einer Doppelspitze geführt werden. Dulig hatte im Juni nach zwölf Jahren im Amt seinen Rückzug verkündet, um «neue Impulse» zu ermöglichen. «Wir müssen den Aufbruch im Bund für Sachsen nutzen», sagte Homann. Gemeinsam wolle man die SPD jünger, weiblicher und vielfältiger gestalten.

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