Drei Milliarden Euro Corona-Wirtschaftshilfen geflossen

30.09.2021 In der Corona-Krise sind in diesem und im vergangenen Jahr bislang rund drei Milliarden Euro an Wirtschaftshilfen für Unternehmen und Selbstständige in Sachsen geflossen. Dazu zählten Darlehen und Zuschüsse, erklärte Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) am Donnerstag im Landtag in Dresden. Die Sächsische Aufbaubank (SAB) habe dafür knapp 200 000 Anträge abgearbeitet. «Die Corona-Hilfen haben sich als wirksame Instrumente erwiesen», so Dulig.

Eurobanknoten liegen auf einem Tisch. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa/Illustration © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Der Minister verwies auf das im März 2020 aufgelegte landeseigene Hilfsprogramm «Sachsen hilft sofort», über dass «in kürzester Zeit» Darlehen in Höhe von 753 Millionen Euro an rund 25 000 Unternehmen ausgereicht worden. Nach gut einem Jahr seien bereits 34,5 Millionen Euro zurückgezahlt worden, hieß es. Dulig verteidigte das Darlehensprogramm. Es habe langfristig mehr geholfen als eine einmalige und kurze Finanzspritze. «Mit einem Zuschussprogramm hätten die Unternehmer schon nach wenigen Wochen neue Hilfen organisieren, teure Kredite mit höheren Zinsen aufnehmen müssen.»

Zudem nannte Dulig Hilfen für Start-ups über einen Fonds sowie den Stabilisierungsfonds. Damit kann sich das Land für eine begrenzte Zeit an in Not geratenen Unternehmen beteiligen - und so deren Liquidität sichern.

Über den Soforthilfe-Zuschuss des Bundes wurden zu Beginn der Pandemie wurden in Sachsen 613 Millionen Euro an 83 500 kleinere Unternehmen ausgezahlt. Hinzu kommen die Überbrückungshilfen des Bundes, über die 987 Millionen Euro an sächsische Unternehmen und Selbstständige flossen.

Der sächsische Arbeitsmarkt habe sich rasch erholt und bewege sich wieder auf dem Niveau von 2018, so Dulig. Berechnungen zufolge sei das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) im ersten Halbjahr 2021 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 4,3 Prozent gestiegen. Sachsen verzeichnete damit das zweitstärkste Wachstum aller deutschen Bundesländer nach Baden-Württemberg (5,5 Prozent). Die Entwicklung stimme zuversichtlich, aber dennoch sei die Pandemie noch nicht überwunden, betonte Dulig.

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