IG Metall kritisiert Stellenabbau bei Siemens Energy

16.09.2021 Nach der Einigung über einen Jobabbau bei Siemens Energy hat sich die Gewerkschaft IG Metall am Görlitzer Standort enttäuscht gezeigt. In der ostsächsischen Stadt sollen 124 Stellen wegfallen und damit etwa so viel wie geplant, teilte die Gewerkschaft am Donnerstag mit. Die Fertigung der Wasserstoff Elektrolyseure soll nach Berlin gehen, die Endmontage nach Mülheim an der Ruhr. Zwar hätte die Schließung des Ausbildungszentrums abgewendet werden können, so der Erste Bevollmächtigter der IG Metall Ostsachsen, Uwe Garbe. Das sei zwar ein Teilerfolg, dennoch bliebe ein «bitterer Beigeschmack.» «Das Verhandlungsergebnis ist eher eine Enttäuschung für uns.»

Das Logo der IG Metall ist an einer Wand zu sehen. Foto: Daniel Karmann/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Bereits am Mittwoch war bekannt geworden, dass sich IG Metall und Siemens Energy im Streit um den geplanten Jobabbau in Deutschland geeinigt hatten. Bundesweit sinkt die Zahl der wegfallenden Arbeitsplätze von 2900 bis 3000 demnach auf unter 2600. So werden etwa in Berlin weniger Jobs als geplant gestrichen.

Seit Jahren befinde sich der Standort Görlitz im «Abwehrkampf», hieß es. Bereits 2018 hatten Gewerkschaft und Mitarbeiter sich gegen eine geplante Schließung des Turbinenwerkes gestemmt.

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