Arbeitslosenquote in Sachsen sinkt auf 5,7 Prozent

29.07.2021 Kneipen, Kinos, Restaurants und Geschäfte sind wieder geöffnet, auf dem Arbeitsmarkt ist der Aufschwung deutlich zu spüren. Die Arbeitslosigkeit sinkt und die Beschäftigung steigt. Jetzt gilt es Qualifizierungsangebote zu beginnen.

Das Logo der Bundesagentur für Arbeit. Foto: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Der Arbeitsmarkt in Sachsen erholt sich weiter von den Folgen der Corona-Pandemie. «In den vergangenen Wochen haben viele Menschen eine neue Beschäftigung gefunden und haben ihre Arbeitslosigkeit beendet», sagte Siegfried Bäumler, Geschäftsführer der Regionaldirektion Sachsen der Bundesagentur für Arbeit, am Donnerstag. Der Arbeitsmarkt bewege sich auf dem Niveau vom Jahr 2018.

Die Arbeitslosigkeit ging im Juli den fünften Monat in Folge zurück, die Quote liegt nun bei 5,7 Prozent. Vor einem Jahr lag sie noch bei 6,3. Insgesamt waren knapp 121.400 Männer und Frauen arbeitslos gemeldet, etwa 12.900 weniger als im Vorjahresmonat. Stichtag für die Erhebung der aktuellen Zahlen war der 13. Juli.

Der Aufschwung ist laut Regionaldirektion deutlich zu spüren und an drei Faktoren auszumachen: Die Arbeitslosigkeit sinkt, die Beschäftigung steigt und die Zahl der gemeldeten Arbeitsstellen befindet sich auf sehr hohem Niveau.

Auch die Zahl der neu gemeldeten freien Stellen verdeutlicht die Belebung des Arbeitsmarktes: Im Juli waren es mehr als 9000 und somit 29,3 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Insgesamt liegen den Arbeitsagenturen und Jobcentern derzeit mehr als 41.500 Stellenangebote vor.

Nun gelte es, in die Qualifizierung der Menschen zu investieren, weil die meisten Unternehmen nach Fachkräften suchten und dies meist auch schneller ihre Arbeitslosigkeit beenden könnten, betonte Bäumler. «Das aktuelle Infektionsgeschehen und die damit einhergehenden Lockerungen bieten wieder mehr Möglichkeiten und Chancen, dass Qualifizierungsangebote beginnen und erfolgreich beendet werden können.» Deshalb stehe das zweite Halbjahr im Zeichen der Aktivierung und Qualifizierung.

Trotz des Aufschwungs haben auch im Juli 231 Betriebe mit rund 17.000 Beschäftigten neu Kurzarbeit angezeigt. Betroffen sind den Angaben nach vor allem Automobilbau und Logistik. Jüngste Zahlen für die tatsächlich genutzte Kurzarbeit liegen erst für April vor. Demnach ist die Kurzarbeit im Vergleich zu Februar zurückgegangen, lag aber noch auf hohem Niveau. Insgesamt hatten zu dem Zeitpunkt rund 19.800 Betriebe Kurzarbeit für 120.600 Beschäftigte beantragt.

Mit dem jüngsten Rückgang der Arbeitslosigkeit liegt Sachsen im Bundestrend. In Deutschland ging die Zahl der Arbeitslosen im Juli im Vergleich zum Vormonat um 24.000 auf 2,590 Millionen zurück. Die Arbeitslosenquote liegt bundesweit bei 5,6 Prozent.

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