Bischof bekennt sich: «Ziemlich banale Angst vor Hunden»

04.04.2021 Der evangelische Bischof Christian Stäblein (53) hat sich in seiner Osterpredigt zu einer «ziemlich banalen Angst vor Hunden» bekannt. «Jeder, der schon mal mit mir spazieren gegangen ist, weiß das», sagte der Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz vor coronabedingt weitgehend leeren Kirchenbänken im Berliner Dom auf der Museumsinsel. Gläubige hatten für den Gottesdienst einen negativen Corona-Test vorweisen müssen.

Christian Stäblein, Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz. Foto: Fabian Sommer/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

«Wenn sich ein Hund nähert, irgendwo im Park oder auf der Straße, entsteht bei mir langsam steigende Unruhe», schilderte Stäblein seine Angst. Manchmal versuche er es mit dem Tipp eines Freundes und spreche mit lauter ruhiger Stimme: «Du bist ein schöner Hund, du bist ein guter Hund.» Der oder die Hundebesitzerin versichere meist, der Hund tue «wirklich nichts». Das helfe ihm aber «eher nicht».

Für Stäblein ist dies ein einfaches Beispiel für den Sinn des Satzes im Osterevangelium des biblischen Evangelisten Markus: «Fürchtet Euch nicht». Stäblein: «Es ist trotz aller guten Rufe nicht mit der Furcht vorbei. Neben dem Jubel bleibt auch das Gefühl, total ausgeliefert zu sein.» Dazu gehöre die Angst. «Wenn sie allerdings einen Tick kleiner, weil ja vom Wissen umfangen, dass sie grundlos ist, dann ist es gut. Und wird unserer Gesellschaft gut tun», sagte der Geistliche.

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