40-Punkte-Marke: Zwickau-Trainer Enochs ruft neues Ziel aus

28.03.2021 Der FSV Zwickau punktet weiter für den Klassenverbleib. Beim 1:1 im Auswärtsspiel beim KFC Uerdingen stellte Ronny König einen neuen Vereinsrekord in der Drittligageschichte der Sachsen auf.

Zwickaus Trainer Joe Enochs. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die ominöse Marke von 40 Punkten ist erreicht, doch Joe Enochs will lieber auf Nummer sicher gehen. «Wir sind jetzt neun Zähler vor dem ersten Abstiegsplatz. 40 Punkte bedeuten in einer Liga mit vier Absteigern relativ wenig. Wir wollen so schnell wie möglich auf 46 Punkte kommen», sagte der Trainer des FSV Zwickau nach dem 1:1 im Nachholspiel der 3. Fußball-Liga beim KFC Uerdingen.

Bei noch zehn verbleibenden Spielen sollten die Sachsen auch dieses Ziel erreichen. Zumal sich der FSV in einer sehr guten Verfassung befindet. In Lotte, wo der abstiegsbedrohte und insolvente KFC Uerdingen seine Heimspiele austrägt, blieben die Zwickauer zum fünften Mal in Serie ungeschlagen. «Am Ende war nicht mehr als ein Punkt drin, aber den nehmen wir gern mit», erklärte Torschütze Ronny König bei «Magentasport».

Der 37-Jährige hatte seine Mannschaft bereits nach 19 Sekunden mit einem platzierten Flachschuss in die rechte Ecke in Führung geschossen und damit für den schnellsten Drittliga-Treffer der Vereinsgeschichte gesorgt. Erst Anfang März traf Teamkollege Nils Miatke beim 3:0 gegen Verl nach 24 Sekunden. Den Rekord für das schnellste Tor der 3. Liga hält weiterhin Daniel Frahn, der am 14. September 2013 für RB Leipzig gegen den VfB Stuttgart II nach 8,6 Sekunden zur Stelle war.

«Dass es gleich in der ersten Szene so gut klappt, war natürlich super. Normalerweise hätten wir unsere körperliche Überlegenheit noch mehr ausnutzen müssen», bemerkte König nach dem Zwickauer Blitzstart kritisch. Chancen auf den zweiten Treffer waren vorhanden. Morris Schröter köpfte den Ball an die Latte (6.), dazu schoss Miatke aus zentraler Position knapp über das Tor (25.).

Nach dem Ausgleich durch Adriano Grimaldi in der 27. Minute wurde die Partie offener. Kurz nach dem Wiederanpfiff hätten sich die Zwickauer einen Elfmeterpfiff gewünscht. Schröter wurde von Gegenspieler Hans Anapak per Klammergriff zu Boden gerungen. «Wenn ihn der Verteidiger aus so einer schlechten Position attackiert, dann muss das eigentlich bestraft werden», meinte Enochs. Der US-Amerikaner hatte aber keine Zweifel daran, dass das Unentschieden am Ende in Ordnung ging.

Zumal FSV-Schlussmann Johannes Brinkies in der Schlussphase zwei Mal glänzend reagierte und den Punkt für seine Mannschaft festhielt. «Er ist ein super Torhüter. Dafür ist er da, dass er die Bälle hält», sagte König.

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