Brennende Autos: Politisches Motiv nicht ausgeschlossen

28.03.2021 In Leipzig sind in der Nacht zu Samstag mehrere Fahrzeuge der Leipziger Wohnungs- und Baugesellschaft (LWB) in Brand gesteckt worden. Menschen wurden nicht verletzt. Die Polizeidirektion der Messestadt schloss eine Motivation nicht aus. Deshalb werde geprüft, ob das Landeskriminalamt den Fall übernimmt. Die Polizei sei von einem Anrufer über das Feuer informiert worden.

Ein brennendes Auto. Foto: David Young/dpa/dpa-tmn/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Als Polizisten und Feuerwehrleute eintrafen, hätten drei Transporter und zwei Autos auf einem Firmengelände «in voller Ausdehnung» gebrannt, hieß es. Auch ein angrenzendes mehrstöckiges Firmengebäude sei beschädigt worden: «Nach bisherigen Erkenntnisse entstanden am Gebäude Hitzeschäden und Verrußungen.» Die Höhe des Schadens stand auch am Sonntag noch nicht fest.

Der Leipziger Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) äußerte sich am Sonntag zu einem mutmaßlichen politischen Zusammenhang des Brands: «Weder Stadt noch Gesellschaft lassen sich durch Gewalt einschüchtern. Probleme am Wohnungsmarkt löst man nur im Miteinander, wer zu Gewalt greift, verabschiedet sich aus der Debatte.»

Wie in vielen europäischen Städten gab es am Samstag auch in Leipzig Kundgebungen zum «Housing Action Day». Dabei sollte für ein sicheres und bezahlbares Wohnen demonstriert werden. «Vereine und stadtpolitische Initiativen können gemeinsam einen Druck auf die Politik aufbauen, um sozial und ökologisch lebendige Städte und Gemeinden zu gestalten - frei von Wohnungslosigkeit und Diskriminierung», teilten die Organisatoren im Vorfeld mit. Laut Polizei liefen die vier Veranstaltungen in Leipzig ohne Störungen.

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