Druck ausgeübt: Jetzt schaut Leipzig auf die Bayern

20.03.2021 Jetzt sind die Bayern dran. Im Titelrennen hat RB Leipzig den Rückstand auf den Bundesliga-Spitzenreiter verkürzt. Die Münchner können am Samstag aber wieder punkten.

Leipzigs Willi Orban am Ball. Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Nach der erledigten Pflichtaufgabe auf der Bielefelder Alm und vor dem nahenden Showdown gegen Spitzenreiter FC Bayern wusste Fußball-Trainer Julian Nagelsmann schon, wie er das Spiel des Rekordmeisters am Samstag verfolgen wird. «Sitzend - wahrscheinlich», sagte der Coach von RB Leipzig nach dem glanzlosen und für das Titelrennen so wichtigen 1:0 (0:0) bei Aufsteiger Arminia Bielefeld. Manchmal verfolge er die Spiele der Konkurrenz vom Heimtrainer aus, doch darauf habe er schon am Donnerstag und Freitag reichlich geradelt, sagte Nagelsmann. Deshalb werde er es sich nun wohl auf einem Stuhl bequem machen.

Wie sich die Bayern am Samstagnachmittag gegen den VfB Stuttgart schlagen, ist für den Coach von besonderem Interesse. Mit einem Sieg kann der Rekordmeister den Vorsprung auf den Tabellen-Zweiten Leipzig wieder auf vier Punkte ausbauen. Gewinnen die Münchner nicht, hat Leipzig die Chance, nach der Länderspielpause am 27. Spieltag die Tabellenspitze zu erobern. Denn dann - am 3. April - treffen die Sachsen zu Hause auf die Bayern. Nagelsmann kündigte schon mal an: «Wir versuchen, uns top vorzubereiten und auch mit dem nötigen Mut in das Spiel zu gehen.»

Der mühevolle Pflichtsieg bei den Ostwestfalen sorgte für reichlich Erleichterung bei den Leipzigern, deren Titelträume bei einem Punktverlust wohl beendet gewesen wären. «Wir haben unsere Aufgabe erfüllt», stellte RB-Sportdirektor Markus Krösche fest. Der Torschütze in Bielefeld, RB-Kapitän Marcel Sabitzer, kommentierte die Situation ähnlich: «Die Hauptsache war, das Spiel zu gewinnen - ein bisschen Druck auszuüben», sagte er bei DAZN. Siege in Freitagsspielen seien immer wichtig. «Die Anderen wissen, dass du da bist und dass sie sich nicht zurücklehnen können.»

Das schön herausgespielte Tor des Österreichers direkt nach Beginn der zweiten Hälfte (46. Minute) war der Höhepunkt in einem überwiegend zähen Spiel, in dem Leipzig 75 Prozent Ballbesitz hatte und 906 Pässe spielte. Die abstiegsbedrohten Gastgeber verteidigten sehr geschickt und mit großen Einsatz. Zudem bewahrte Arminia-Keeper Stefan Ortega sein Team in einigen Situationen vor Gegentreffern. Im Angriff blieb Bielefeld hingegen völlig harmlos und ohne Schuss auf das Tor der Leipziger, so dass der knappe Sieg ungefährdet blieb.

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