Dehoga kritisiert 2G plus für Restaurants

01.12.2021 Verbandspräsident Haumann bezeichnet den zusätzlich nötigen Testnachweis für Geimpfte und Genesene in Restaurants als «völlig unverhältnismäßig». Es gebe schon jetzt bei Firmen- und Familienfeiern «eine Stornowelle sondergleichen».

Die Zapfhähne für Bier in einem Restaurant sind nicht im Betrieb. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Das Hotel- und Gastgewerbe in Rheinland-Pfalz hat die ab Samstag geltende Regelung kritisiert, dass Geimpfte und Genesene für einen Restaurantbesuch einen negativen Testnachweis brauchen. «Wir halten dieses zusätzliche Testerfordernis für völlig unverhältnismäßig und nicht notwendig», sagte der Präsident des Dehoga-Landesverbands, Gereon Haumann, am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur.

In den letzten 20 Monaten sei von Hotels und Restaurants kein signifikantes Infektionsgeschehen ausgegangen, sagte Haumann. Gleichwohl gebe es bisher schon mit 2G, also dem Zugang nur für Geimpfte und Genesene, einen «richtigen Schlossriegel». Dieser werde jetzt mit 2G plus, Maskenpflicht beim Bewegen im Raum und einem Mindestabstand der Tische von 1,50 Metern weiter verstärkt. «Das sind enorme Erschwernisse und Beschränkungen für Gäste.»

Der Verband empfahl den Betrieben, Testmöglichkeiten am Eingang von Restaurants und Hotels bereitzustellen. Die Kosten dafür müssten Bund und Land übernehmen, forderte Haumann. Das zusätzliche Testerfordernis wird eingeführt, weil die Infektionszahlen hoch sind und inzwischen klar ist, dass auch Geimpfte und Genesene das Virus übertragen können.

In den vergangenen sieben Tagen habe es in der Branche bereits «eine Stornowelle sondergleichen» gegeben, sagte Haumann. Firmen und Familien hätten ihre Weihnachtsfeiern abgesagt. Er rief dazu auf, nicht auf geplante Restaurantbesuche über Weihnachten und den Jahreswechsel zu verzichten. Die Betriebe seien sicher. Auch rief er die Landesregierung auf, die jetzt eingeführten Regeln mindestens bis zum 3. Januar beizubehalten, damit es Planungssicherheit gebe. Haumann zeigte sich besorgt, dass bei einem Lockdown für das Gastgewerbe weitere Mitarbeiter in den Online-Handel abwandern könnten, wo es zusätzlichen Personalbedarf gebe.

© dpa-infocom GmbH

Weitere News

Top News

Dfb pokal

Achtelfinale: Pokal-Blamage für Gladbach bei Hannover 96

Tv & kino

Filmfestival: Neuer Film von Andreas Dresen auf der Berlinale

Internet news & surftipps

Pandemie: Omikron-Welle stellt Corona-Warn-App auf den Prüfstand

People news

Missbrauchsskandal: Die Heimat wendet sich gegen Prinz Andrew

Wohnen

Kaufpreise und Bauzinsen: Immobilien werden Experten zufolge weiterhin teurer

Auto news

Erstmals über 1,60 Euro: Deutsche wollen Auto wegen Dieselpreisen stehen lassen

Das beste netz deutschlands

Für iPhone und iPad: Angesagte iOS-Apps: Campingurlaub planen und Bilder teilen

People news

Fliegen: Rekordversuch: Junge Pilotin landet bei Frankfurt

Empfehlungen der Redaktion

Regional rheinland pfalz & saarland

Dehoga will Gastronomie ohne 2G plus

Regional rheinland pfalz & saarland

Dehoga rechnet wieder mit Firmen-Weihnachtsfeiern

Regional rheinland pfalz & saarland

Dehoga: Neue Corona-Regeln geben Gastgewerbe Freiheit zurück

Regional niedersachsen & bremen

Erleichterung bei 2G-plus-Regelung lässt Gastgewerbe hoffen

Regional sachsen

Kammer: 2G-plus ist «Todesstoß» für viele Gastrobetriebe

Regional hamburg & schleswig holstein

Dehoga: 2G bei Gastronomie wird relativ leicht funktionieren

Regional rheinland pfalz & saarland

Gastgewerbe begrüßt geplante Ausnahmen von Testpflicht

Regional sachsen

Dehoga warnt vor verstärktem Fachkräftemangel