Kaiserslauterns Nullnummer in Dortmund: «Ärger überwiegt»

28.11.2021 Die Defensive hält mal wieder, doch für einen Sieg bei Dortmunds Zweiter reicht es nicht. Der FCK sieht einen Punkt als «zu wenig» an. Problem bei den Pfälzern ist einmal mehr die Chancenverwertung.

Ein Fußball liegt auf dem Rasen. Foto: Tobias Hase/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Der 1. FC Kaiserslautern stellt mit nur elf Gegentoren nach 17 Spielen weiter die beste Defensive der 3. Fußball-Liga. Das 0:0-Unentschieden bei Borussia Dortmund II am Samstag war für die Mannschaft von Trainer Marco Antwerpen bereits das zehnte Zu-Null-Spiel in dieser Saison. Unmittelbar nach dem Schlusspfiff war Antwerpen aber trotzdem nicht ganz zufrieden: «Der Ärger über das Unentschieden überwiegt schon. Wir haben hinten sehr sicher gestanden und Chancen für den Gegner nur über Standards zugelassen. Am Ende haben wir es verpasst, den Punch zu setzen», meinte Antwerpen. «Ich denke, dass ein Punkt zu wenig ist.»

Grund für die Enttäuschung von Kaiserslauterns Coach war die Chancenverwertung seines Teams. Nachdem Mike Wunderlich schon vor der Pause nur die Latte getroffen hatte, hätte der FCK die Partie bei der Reserve des Bundesligisten aufgrund einer dominant geführten zweiten Halbzeit gewinnen müssen. Doch Daniel Hanslik brauchte in der 58. Minute etwas zu lange für den Abschluss, sodass die Gastgeber noch zur Ecke klären konnten. Philipp Hercher brachte den Ball in der 71. Minute nach einem Zuspiel von Hanslik nicht über die Linie.

In der zweiten Minute der Nachspielzeit hätte Marlon Ritter dann aber den Siegtreffer für die Lauterer erzielen müssen, als er nach einem kapitalen Dortmunder Abwehrfehler das leere Tor vor sich hatte. Doch statt zu schießen, begab sich Ritter in einen eigentlich unnötigen Zweikampf mit Dortmunds Lennard Maloney, der die Situation in höchster Not doch noch klären konnte.

«Marlon muss den Ball einfach nur reinschieben. Er ist selbst todtraurig über seine vergebene Chance, aber so etwas passiert», sagte Antwerpen. «Das wäre für die Fans überragend gewesen, dann hätten wir hier sicher eine Riesenstimmung gehabt.» Trotz des spät vergebenen Sieges bleibt Kaiserslautern mit 26 Punkten aber weiter an den Aufstiegsplätzen dran und empfängt am kommenden Samstag im Fritz-Walter-Stadion zum letzten Heimspiel des Jahres Viktoria Köln.

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