Gedenktafel für Opfer von Amokfahrt in Trier enthüllt

26.11.2021 Knapp ein Jahr nach der Amokfahrt in Trier mit fünf Toten und vielen Verletzten ist am Freitag eine Gedenktafel für die Opfer enthüllt worden. Auf der Steinplatte sind die Worte zu lesen: «Wir gedenken der betroffenen Menschen vom 1. Dezember 2020». Vor dem Jahrestag der Amokfahrt am nächsten Mittwoch (1. Dezember) legte der Trierer Oberbürgermeister Wolfram Leibe (SPD) dort einen Kranz nieder und entzündete ein Kerze. Die Tafel ist an einer städtischen Mauer nahe der Trierer Porta Nigra angebracht.

Mitarbeiter des Ordnungsamts Trier legen im Beisein von Triers Oberbürgermeister Wolfram Leibe (r-l, SPD), Steinmetz Henning Wirtz und Detlef Platzek, Opferbeauftragter von Rheinland-Pfalz, einen Kranz vor die Gedenktafel für die Opfer der Amokfahrt. Foto: Harald Tittel/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

«Die Menschen haben hier einen Ort, um der Opfer zu gedenken», sagte Leibe. Es sei wichtig, dass sie rund um den Jahrestag der Amokfahrt eine Anlaufstelle zum Erinnern und Trauern bekämen. «Betroffen sind die Familien, die Getötete haben. Betroffene sind aber auch die Menschen, die es erlebt, erlitten oder beobachtet haben. Und wir wollen allen diesen Ort widmen.»

An der Porta Nigra, dem einst römischen Stadttor der Moselstadt, hatten viele Trierer schon nach der Tat unzählige Kerzen aufgestellt, um ihre Trauer und ihr Mitgefühl auszudrücken.

Am 1. Dezember 2020 war ein Amokfahrer mit einem Sportgeländewagen durch die Fußgängerzone gerast und hatte gezielt Menschen angefahren. Als mutmaßlicher Täter steht seit dem 19. August ein 52-Jähriger vor dem Landgericht Trier. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Deutschen fünffachen Mord und versuchten Mord in 18 weiteren Fällen vor.

Am Jahrestag wird Trier der Opfer in einem ökumenischen Gottesdienst im Trierer Dom gedenken. Er beginnt nach einem Glockengeläut zur damaligen Tatzeit um 13.46 Uhr. Bei der Tat starben ein neun Wochen altes Baby, dessen Vater (45) und drei Frauen im Alter von 25, 52 und 73 Jahren. Im Oktober war zudem ein 77-Jähriger gestorben, der bei der Tat schwer verletzt worden war.

© dpa-infocom GmbH

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