Kommunen erlassen Regeln für den Weihnachtsmarkt

19.11.2021 Nur Zutritt für Genesene und Geimpfte: Das gilt in Rheinland-Pfalz auch auf einigen Weihnachtsmärkten. Manchmal reicht eine Maske, in anderen Städten kommt diese zur 2G-Regel noch dazu. Landeseinheitliche Regeln gibt es nicht.

Zwei Besucherinnen eines Weihnachtsmarktes stoßen mit Glühwein an. Foto: Christoph Schmidt/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Auf den Weihnachtsmärkten in Mainz, Trier und Koblenz können nur Geimpfte und Genesene einen Glühwein trinken, eine Bratwurst essen, Baumschmuck kaufen oder Karussell fahren - in Ludwigshafen wird das in Kürze der Fall sein. In Worms gilt diese 2G-Regel für die räumlich abgegrenzten Stände, die Glühwein und andere alkoholische Getränke verkaufen. «Es wird nicht möglich sein, mit einer Glühweintasse über den Weihnachtsmarkt zu schlendern», teilte die Stadt mit.

Außer der 2G-Regelung gilt in Mainz auch die Maskenpflicht: beim Anstehen, und wenn ein Abstand von 1,5 Metern nicht einzuhalten ist. In Ludwigshafen ist die Maske seit Beginn des Weihnachtsmarkts am 10. November schon Pflicht. Am Freitag teilte die Ludwigshafener Kongress- und Marketing-Gesellschaft dann mit, dass vom kommenden Dienstag (23. November) an 2G auf dem Markt am Berliner Platz gilt. Worms schreibt das Tragen einer Maske während des Weihnachtsmarktes in der gesamten Innenstadt und zudem auch beim Wochenmarkt vor.

Speyer setzt auch auf medizinische Masken. Sie sind während der Zeit des Weihnachts- und Neujahresmarktes täglich von 11.00 bis 20.00 Uhr in der Fußgängerzone Pflicht, wenn der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann. Dies gelte auch auf dem Weihnachtsmarkt in «allseitig geschlossenen Buden oder sonstigen an mindestens drei Seiten geschlossenen Räumen», heißt es in der Mitteilung der Stadt. An der Schlittschuhbahn sowie den Plätzen zum Verzehren und Verweilen gilt hingegen 3G, also auch Zugang für Ungeimpfte mit Test. Der Kauf von Speisen und Getränken zum Mitnehmen ist auch ohne Test möglich.

In Koblenz und Trier haben die Weihnachtsmärkte am Freitag begonnen. In Mainz ist es am kommenden Donnerstag (25. November) soweit. In Worms öffnen die Buden am Samstag, in Speyer am Montag.

Kontrolliert werden die 2G-Regelung in Mainz und Koblenz mit Hilfe bunter Bändchen für die Handgelenke. Trier setzt auf eine Absperrung und Einlasskontrollen. Ludwigshafen will am Montag Details bekanntgeben, wie 2G dort gehandhabt werden soll. In Speyer übernehmen die Schaustellerbetriebe beim Verkauf von Speisen und Getränken die Kontrolle, aber der kommunale Vollzugsdienst ist auch unterwegs.

In Koblenz sind die Standbetreiber dazu verpflichtet, die entsprechenden Nachweise zu überprüfen. Ausnahmen gelten für Kinder und Jugendliche, Schwangere sowie Personen mit einer schweren Vorerkrankung und einem entsprechenden ärztlichen Attest. Bei ihnen reicht ein Test.

Bei Verstößen gegen die 2G-Regel wird in Mainz ein Bußgeld in Höhe von 150 Euro fällig. Wer die Maske nicht aufsetzt, muss 50 Euro bezahlen. In Speyer gilt generell bei Verstößen ein Bußgeld von 50 Euro.

Die Landesregierung hat sich noch nicht endgültig entschieden, ob es nicht doch noch landesweite Regeln für die Weihnachtsmärkte geben soll. Dass die Märkte so unterschiedlich seien, machten landeseinheitliche Regeln keinen Sinn, hieß es bisher. Allerdings könne sich dies angesichts weiter steigender Infektionszahlen noch ändern.

Der Landtagsfraktionschef der Grünen, Bernhard Braun, hält eine Maskenpflicht für «das Minimum, was man im Moment braucht». Aber auch noch weitergehender Schutz wie 3G und auch 2G sei in der aktuellen Lage der Pandemie sinnvoll. Eine Maskenpflicht in der Warteschlange etwa am Glühwein- oder Waffelstand soll nach Ansicht der meisten Mitglieder des Gemeinde- und Städtebunds als Minimum vom Land vorgegeben werden, wie die Sprecherin des kommunalen Spitzenverbands, Agneta Psczolla, sagte.

© dpa-infocom GmbH

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