Gesetz soll Qualität an saarländischen Kitas verbessern

09.11.2021 Unter anderem mit Veränderungen bei Personalschlüsseln und Ausbildung soll die Qualität der 490 Krippen und Kitas verbessert werden. Details des sogenannten Erziehungs-, Bildungs- und Betreuungsgesetzes, das in der nächsten Woche in erster Lesung dem Landtag in Saarbrücken vorgelegt wird und am 1. Januar 2022 in Kraft treten soll, stellte Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot (SPD) am Dienstag in Saarbrücken vor. Das Land will für die Maßnahmen jährlich 3,8 Millionen Euro zusätzlich investieren.

Bobbycars liegen in einer Kita in einer Einzäunung. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Vorgesehen ist etwa eine bessere Ausbildung. Die Praxisanleiter sollen sich durch Freistellungen stärker um die praktische Ausbildung kümmern können, außerdem ist eine Erhöhung des Fortbildungsbudgets von derzeit 80 auf 150 Euro pro Fachkraft im Jahr geplant. Darüber hinaus sollen Hauswirtschaftskräfte und Auszubildende nicht mehr in den Personalschlüssel eingerechnet werden, dadurch können mehr Erzieherinnen und Erzieher in der Arbeit mit den Kindern beschäftigt werden.

Für die Leitungsfunktionen in Kitas ist künftig ein Bachelor-Abschluss erforderlich, langfristig eventuell sogar ein Master. Dem erhöhten Bedarf an Fachkräften soll unter anderem mit einer Ausbildungs- und Fortbildungsoffensive und durch die Anerkennung französischer Abschlüsse begegnet werden.

Die Personalsituation und das Feedback aus den Einrichtungen hat nach Ansicht von Streichert-Clivot eine besondere Bedeutung. «Wir müssen sehr ernst nehmen, wie die Arbeitszufriedenheit ist», betonte sie. Andernfalls bestünde die Gefahr, dass Erzieherinnen und Erzieher andere Beschäftigungsmöglichkeiten suchten. Die Nachfrage nach ihnen sei ungebrochen und es gebe viele Konkurrenzangebote. Die Fraktion der im Saarland mitregierenden CDU nannte das neue Kita-Gesetz «einen wichtigen Akzent hin zu einer Qualitätssteigerung in der Betreuung». Die Qualitätsverbesserung in Krippen und Kitas müsse in den kommenden Jahren «absolut im Vordergrund stehen».

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