Saarland bleibt bei 3G: Keine Maskenpflicht an Schulen

09.11.2021 Im Saarland soll es vorerst keine Verschärfung der bestehenden Corona-Regeln geben. Auch die Wiedereinführung der Maskenpflicht an Schulen ist derzeit kein Thema, wie Saar-Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot (SPD) nach der Ministerratssitzung am Dienstag in Saarbrücken mitteilte. Dort habe man die Corona-Lagebewertung des Gesundheitsministeriums sehr intensiv besprochen.

Ein Mund-Nasen-Schutz liegt im Unterricht auf Unterlagen. Foto: Matthias Balk/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Weil in den Krankenhäusern Handlungsfähigkeit bestehe, werde die Corona-Verordnung mit dem Grundsatz «3G in allen Fällen» für weitere zwei Wochen verlängert, hieß es. Das heißt: Etliche Bereiche sollen auch weiterhin für Geimpfte, Genesene und Getestete offen bleiben.

In den saarländischen Schulen sind laut Streichert-Clivot derzeit Corona-Fälle bei 131 Schülerinnen und Schülern sowie elf Lehrkräften bekannt. Dies mache in den jeweiligen Gruppen einen Anteil von 0,11 Prozent aus. Zudem gebe es fünf Infizierte unter den sonstigen Beschäftigten an den Schulen. Ausgehend von diesen Zahlen bewerte man die Corona-Lage hier als «nicht besorgniserregend». Die gesamte Strategie der Landesregierung mit Blick auf 3G werde nicht in Frage gestellt.

«Außerordentlich zufrieden» ist die Ministerin nach eigener Aussage mit der Impfbereitschaft bei den 12- bis 17-Jährigen: Bislang hätten 51 Prozent dieser Altersgruppe die Erstimpfung erhalte. Laut RKI sind 46 Prozent vollständig geimpft.

Eine Maskenpflicht an Schulen hält Streichert-Clivot derzeit zwar nicht für erforderlich, schließt sie jedoch «als Maßnahme, die man in Zukunft in Betracht ziehen könne», nicht aus. Wichtige Botschaft sei, dass es keine flächendeckenden Schulschließungen mehr geben dürfe.

Einen besonderen Schutz von Kindern und Jugendlichen könne man nach Ansicht der Ministerin dann ausüben, «wenn man sich als Elternteil impfen lässt und man damit auch verhindert, dass es zu Übertragungen in den Familien kommen kann.»

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