Idar-Oberstein: «Keine Toleranz bei Nachahmungstaten»

23.09.2021 Nach dem tödlichen Schuss auf einen Kassierer in einer Tankstelle in Idar-Oberstein hat die Polizei in Rheinland-Pfalz betont, «keine Toleranz bei Nachahmungstaten» walten zu lassen. Wie die Polizei in Trier am Donnerstag mitteilte, hatte ein Mann in Schweich - rund 50 Kilometer westlich von Idar-Oberstein - am Mittwoch eine Angestellte eines Supermarktes bedroht. Nachdem die Kassiererin den Mann auf das korrekte Tragen der Mund-Nasen-Maske hingewiesen habe, habe dieser gesagt, er könne sie auch erschießen und habe den Markt verlassen.

«Polizei» steht auf der Uniform eines Polizisten. Foto: Jens Büttner/zb/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Polizei ermittelte als Verdächtigen einen 56-Jährigen aus Trier. Das Amtsgericht der Stadt erließ einen Durchsuchungsbeschluss für die Wohnräume des Beschuldigten. «Zum einen wird wegen Bedrohung ermittelt, und auch Ankündigung von Straftaten steht im Raum», sagte ein Polizeisprecher.

«Wir gehen mit aller Entschiedenheit gegen solche Bedrohungen und Ankündigungen von Nachahmungstaten des schrecklichen Tötungsdeliktes in Idar-Oberstein vor», betonte der Trierer Polizeipräsident Friedel Durben. «Solche Straftaten verunsichern die Bevölkerung und sind nicht zu tolerieren.» Die Polizeipräsenz in Idar-Oberstein bleibe erhöht.

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