9000 Afghanen auf Stützpunkt Ramstein gegen Masern geimpft

20.09.2021 Auf dem US-Stützpunkt im pfälzischen Ramstein hat medizinisches Personal das Impfen afghanischer Schutzbedürftiger gegen Masern, Mumps, Röteln und Windpocken abgeschlossen. Mehr als 8800 Evakuierte erhielten auf Ersuchen der US-Gesundheitsbehörde CDC innerhalb von drei Tagen die Impfstoffe, wie die Leitung der Air Base am Montag mitteilte. Geimpft wurde auch in den Rhine Ordnance Barracks, einer US-Kaserne im benachbarten Kaiserslautern. Die große Menge an Impfstoff war demnach in den USA beschafft worden.

Eine Arzthelferin impft eine Patentin mit einer Spritze. Foto: Ole Spata/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Ramstein ist der weltweit größte US-Luftwaffenstützpunkt außerhalb Amerikas. Die Air Base und ein Stützpunkt im Emirat Katar sind die wichtigsten Drehkreuze für die Weiterreise der Afghanen, die das US-Militär nach der Machtübernahme der Taliban ausgeflogen hatte. Die Weiterflüge in die USA waren auf Ersuchen der CDC unterbrochen worden, da bei den kürzlich in den Vereinigten Staaten eingetroffenen Evakuierten einige wenige Fälle von Masern festgestellt wurden.

Ramstein sei in der Lage, die Flüge zügig wieder aufzunehmen, teilte die Air Base am Montag mit. Ungefähr 9000 Evakuierte warten demnach in Ramstein und den Rhine Ordnance Barracks auf ihre Weiterreise.

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