Europas Raumfahrtchef: Viel Weltall-Potenzial in Europa

09.09.2021 Europas Raumfahrtchef Josef Aschbacher sieht viel Potenzial in Europa für die Nutzung und Erforschung des Weltalls. «Europa hat exzellente Technologie und gute Ingenieure, das ist ein sehr guter Ausgangspunkt», sagte der Generaldirektor der Europäischen Raumfahrtagentur Esa am Donnerstag in Köln. Es gebe großen Bedarf an Weltraumaktivitäten, etwa für die Navigation und Telekommunikation, und in Bereichen wie Energie, Klima und Agrarwirtschaft.

Ein deutscher Astronaut steht vor einer Pressekonferenz im Europäischen Astronautenzentrum (EAC. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

«Wir dienen dem Alltagsbedarf der Menschen», betonte der Österreicher, der die Behörde seit März leitet. Die Esa habe eine sehr ambitionierte Agenda. In manchen Bereichen liege Europa aber zurück, hier müsse man zulegen. Das sei eine große Herausforderung. «Russland, USA, China, bald auch Indien. Es kann nicht sein, dass Europa nicht unter diesen Top-Playern ist», betonte Aschbacher.

Europas Raumfahrtchef sprach bei einer Pressekonferenz zur Mission des Esa-Astronauten Matthias Maurer. Der 51 Jahre alte Saarländer soll Ende Oktober von den USA aus mit drei Nasa-Astronauten für ein halbes Jahr zur Internationalen Raumstation ISS fliegen. Maurer wird dann der zwölfte Deutsche im All und der vierte Deutsche auf der ISS sein. Die Besatzung fliegt mit einem «Crew Dragon»-Raumschiff.

Walther Pelzer vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) warb für die weitere Nutzung und Erforschung des Kosmos. «Wir machen Raumfahrt, um das Leben auf der Erde zu bessern», meinte Pelzer.

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