Faustschlag mit tödlichen Folgen: Angeklagter erinnerungslos

07.09.2021 Vor dem Landgericht Mainz hat ein Prozess um einen Faustschlag mit tödlichen Folgen begonnen. Angeklagt ist ein 24 Jahre alter Mann, der am 10. Oktober 2020 am Mainzer Hauptbahnhof einen Mann geschlagen haben soll. Das Opfer fiel rückwärts um und schlug mit dem Schädel auf. Die Verletzungen waren so schwer, dass der 46-Jährige vier Wochen später starb. Der Verteidiger des 24-Jährigen erklärte zum Prozessauftakt am Dienstag, sein Mandant stehe zu dem, was ihm vorgeworfen werde, könne sich jedoch nicht an die Tat erinnern.

Eine Statue der Justitia hält eine Waage und ein Schwert in der Hand. Foto: Arne Dedert/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Er habe durch regelmäßigen Konsum von Alkohol und Drogen einen Filmriss gehabt. Der 24-Jährige gab an, er habe damals täglich zwei bis drei Flaschen Wodka getrunken und außerdem Cannabis geraucht. Anlass für die Tat soll ein Streit zwischen den beiden Männern gewesen sein.

Der Obdachlose ist wegen gefährlicher Körperverletzung mit Todesfolge sowie weiterer Körperverletzungsdelikte angeklagt. Im Prozess muss auch die Frage geklärt werden, ob er zum Tatzeitpunkt schuldfähig war. Im Fall einer Verurteilung drohen dem vorbestraften Mann mindestens drei Jahre Gefängnis. Das Gericht hat insgesamt vier Verhandlungstage terminiert.

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