Landesregierung will erneuerbare Energien stark ausbauen

07.09.2021 Das Saarland will den Ausbau von Windkraft und Sonnenenergie vorantreiben. Rückendeckung erhielt die Wirtschaftsministerin dafür jetzt vom Kabinett.

Eine Windkraftanlage dreht sich in einem Windpark. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Der Ministerrat des Saarlandes hat den von Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger (SPD) vorgelegten Energiefahrplan beschlossen. Er sieht vor, dass sich der Anteil der Erneuerbaren Energien am saarländischen Stromverbrauch bis Ende 2030 auf 40 Prozent verdoppeln soll. «Mindestens», sagte Rehlinger am Dienstag. Ihr persönliches und politisches Ziel sei es, «dass wir sogar darüber hinaus gehen könnten und müssten».

Rehlinger zufolge müssten im Saarland die potenziellen Flächen für Windkraftanlagen verdoppelt werden, um eine tatsächliche Bebauung von zwei Prozent der Landesfläche zu ermöglichen. Dafür möchte sie Kommunen unterstützen: Etwa durch eine hälftige Übernahme der Planungskosten oder der Möglichkeit, sie und die Bürger an den Gewinnen von Windkraftanlagen zu beteiligen.

Große Hoffnungen setzt die Ministerin auch in den Ausbau der Photovoltaik. Dies sei gerade im Saarland mit seiner überdurchschnittlichen Sonneneinstrahlung und als «Land der Häuslebauer» mit vielen Dachflächen eine sehr günstige Form der Erzeugung erneuerbarer Energien. Hausbesitzer sollen hierbei durch die Förderung von privaten Stromspeichern unterstützt werden. Auch das Land selbst will mit gutem Beispiel vorangehen und auf den Dächern der Landesliegenschaften Photovoltaik-Anlagen installieren.

Der zweite Teil des Energiefahrplans sieht eine Verbesserung der Energieeffizienz im Saarland vor. Bis 2030 sollen eine halbe Million Tonnen CO2 eingespart werden. Zu 24 Einzelmaßnahmen zählen auch Investitionsförderungen etwa für Handwerk, Handel oder Dienstleistungen.

Langwierige politische Diskussionen und Beschlüsse sind für die Umsetzung des Energiefahrplans nicht erforderlich: «Dies ist in weiten Teilen eine Selbstverpflichtung, ohne dass wir dafür Gesetze machen müssten», sagte Rehlinger. Wenn es etwa um ein Photovoltaik-Kataster für landeseigene Liegenschaften gehe, «reicht im Grunde genommen eine Dienstbesprechung».

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