Kollegen mit Messer angegriffen: Täter psychisch krank

02.09.2021 Nach dem Messerangriff eines Mannes auf einen Arbeitskollegen im April in Kaiserslautern geht die Staatsanwaltschaft von einer psychischen Erkrankung bei dem Täter aus. Den Ermittlungen zufolge habe der 35-Jährige im Zustand der Schuldunfähigkeit gehandelt, teilte die Staatsanwaltschaft am Donnerstag mit. Weil die Gefahr weiterer Straftaten bestehe, hat die Anklagebehörde beim Landgericht die Unterbringung des Mannes in einer speziellen psychiatrischen Einrichtung beantragt. Dort befindet sich der 35-Jährige bereits jetzt schon auf vorläufiger Grundlage.

Das Wort "Polizei" steht auf einem Einsatzwagen. Foto: Marijan Murat/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Der Mann habe am 29. April von der Rückbank eines Dienstfahrzeugs aus völlig unvermittelt auf Hals und Rücken seines fahrenden Kollegen eingestochen, berichtete die Staatsanwaltschaft. Es habe zuvor keinen Streit oder sonstigen erkennbaren Anlass für die Tat gegeben. Das 50 Jahre alte Opfer sei schwer verletzt worden, ein dritter Kollege habe den Messerstecher schließlich aus dem mittlerweile stehenden Auto ziehen können. Die Polizei nahm den Mann kurz nach dessen Flucht fest.

Die Tat werde als heimtückischer Mordversuch und gefährliche Körperverletzung im Zustand der Schuldunfähigkeit bewertet, erklärte die Staatsanwaltschaft. Der 35-Jährige habe inzwischen sich per Brief bei seinem Opfer und seinem Arbeitgeber für die Tat entschuldigt.

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