72 Prozent sehen Flutkatastrophe als Klimawandel-Folge

01.09.2021 Für 72 Prozent der Bundesbürger ist laut einer Umfrage die Flutkatastrophe in Rheinland-Pfalz und in Nordrhein-Westfalen eine Folge des Klimawandels. Dabei sind Ostdeutsche (58 Prozent) weniger häufig als Westdeutsche (75 Prozent) der Meinung, dass die verheerenden Überschwemmungen Mitte Juli auf den Klimawandel zurückzuführen sind, wie das RTL/ntv Trendbarometer ergab. Bei der Katastrophe waren insgesamt mindestens 180 Menschen ums Leben gekommen.

Eine Fussgängerbrücke in Ahrweiler wurde von der Flut zerstört. Foto: Thomas Frey/dpa/archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Befragte zwischen 30 und 44 Jahren (70 Prozent) hielten demnach den Klimawandel seltener für die Ursache der Flutkatastrophe als Unter-30-Jährige (89 Prozent). Dass die Hochwasserkatastrophe keine Folge des Klimawandels ist, meinten mehrheitlich nur die Anhänger der AfD (70 Prozent). Das Meinungsforschungsinstitut Forsa hatte im Auftrag der Mediengruppe RTL Ende August 1003 Bundesbürger befragt.

Dass die rheinland-pfälzische rot-grüne-gelbe Landesregierung die Folgen der Flutkatastrophe bislang sehr gut oder eher gut bewältigt hat, meinte laut Umfrage jeweils rund die Hälfte der Anhänger von Union (53 Prozent) und SPD (50 Prozent). Von den übrigen Parteien hätte das nur eine Minderheit der Anhänger so gesehen, hieß es.

Eine große Mehrheit (80 Prozent) der Befragten sei der Ansicht, dass die Politik mehr für den Klimaschutz tun müsse. Nach Meinung von 17 Prozent reichten bisherige Maßnahmen aus. Dass bisherige Maßnahmen ausreichend seien, glaubten von den Parteien mehrheitlich nur die Anhänger der AfD, hieß es.

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