Staatsakt mit Steinmeier und Dreyer für Opfer der Flut

01.09.2021 Mit einem Staatsakt gedenkt Rheinland-Pfalz seiner 134 Todesopfer der verheerenden Flutkatastrophe vom Juli. Heute lädt Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) dazu Angehörige der Toten und Vermissten, Verletzte, Geschädigte, Hilfskräfte und Bürgermeister der betroffenen Orte auf den Nürburgring ein. Auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat sich angekündigt. Er und Dreyer halten Ansprachen. Laut der Staatskanzlei in Mainz übertragen ARD und SWR live den Staatsakt mit rund 1000 Gästen an der legendären Rennstrecke in der Eifel.

Malu Dreyer (SPD), Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, schaut nach vorne. Foto: Malte Krudewig/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Steinmeier hat kürzlich bei einem Gedenkgottesdienst in Aachen für die Flutopfer dazu aufgerufen, den Klimawandel entschlossen zu bekämpfen. Deutschland müsse sich auf häufigeres und heftigeres Extremwetter einstellen und sich besser darauf vorbereiten.

In Rheinland-Pfalz sind bei dem Hochwasser nach extremem Starkregen am 14. und 15. Juli 133 Menschen im besonders betroffenen Ahrtal und einer im Bereich des Polizeipräsidiums Trier ums Leben gekommen. Drei Menschen werden im Ahrtal noch vermisst. Zudem sind Hunderte verletzt worden. Die Sachschäden in Rheinland-Pfalz werden auf insgesamt 15 Milliarden Euro geschätzt. Der Nürburgring ist laut Staatskanzlei «ein Symbol für Solidarität und Hilfe» für flutgeschädigte Bürger: Hier sind anfangs die vielen Einsatzkräfte koordiniert und ganze Hallen mit Sachspenden gefüllt worden.

Mitte August hat Regierungschefin Dreyer von einer einmaligen und unfassbaren Naturkatastrophe, unvorstellbaren Zerstörungen und unermesslichem Leid gesprochen. Neben der gemeinsamen Trauer um die Opfer sei es wichtig, den Betroffenen Gewissheit zu geben, dass sie auch langfristig nicht alleine seien. Von dem Staatsakt werde auch das Signal ausgehen, dass Rheinland-Pfalz bei der Bewältigung der Katastrophe solidarisch zusammenstehe und gemeinsam die betroffenen Gebiete wieder aufbauen werde.

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