Saarland erprobt Lolli-Tests an Grundschulen

26.08.2021 Im Saarland sollen nach den großen Ferien zunächst an sechs Grundschulen Lolli-PCR-Tests erprobt werden. Die saarländische Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot (SPD) kündigte am Donnerstag an, dass man diese zunächst in der zweiten und dritten Schulwoche testen wolle und dann eine Rückmeldung der Schulen abwarte. Bei der sogenannten Lolli-Methode muss zum Feststellen einer Corona-Infektion kein Stäbchen in die Nase oder in den Rachen geführt werden. Kinder lutschen stattdessen an einem Abstrichtupfer - dem «Lolli».

Eine Schülerin macht den Lolli-Test. Foto: Roland Weihrauch/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Wenn die Kinder mit diesem Test sehr gut und sehr schnell umgehen können, wovon auszugehen sei, sollen sie danach flächendeckend eingeführt werden. «Wenn wir allerdings merken, dass es in der Umsetzung insgesamt eine zu große Herausforderung ist, werden wir es nicht machen», sagte Streichert-Clivot beim Sommergespräch mit Journalisten.

Die Landesregierung erhofft sich vor allem eine finanzielle Einsparung gegenüber den Antigen-Schnelltests, die an Grundschulen mit Unterstützung von medizinischem Personal durchgeführt werden müssen. Insgesamt koste die Teststrategie an Schulen pro Woche 800 000 Euro, wobei ein großer Teil auf die Grundschulen falle.

Nachteil sei, dass ein Testergebnis bei den PCR-Tests, die als Pool-Tests durchgeführt werden, frühestens nach einem Tag vorliege und man von der Kapazität der Labore abhängig sei. Laut Streichert-Clivot gebe es nur wenige Bundesländer oder teilweise nur einzelne Kommunen, die diese Form der PCR-Lolli-Tests bislang umsetzen. Auf diese Erfahrungen könne man natürlich zurückgreifen, doch auch hier sei bereits die Rede davon, dass die Labore «der Flaschenhals» seien.

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