Studie sieht Bedarf an zusätzlichen Kita-Erzieherinnen

24.08.2021 In rheinland-pfälzischen Kitas besteht nach einer Prognose der Bertelsmann-Stiftung in den nächsten Jahren ein Bedarf an Tausenden zusätzlichen Kita-Erzieherinnen. Mit den derzeit bestehenden Ausbildungskapazitäten könnten bis zum Jahr 2030 rund 15.000 Personen den Beruf ergreifen, teilte die Bertelsmann-Stiftung am Dienstag mit. Etwa zusätzliche 16 000 Erzieherinnen und Erzieher fehlten damit für eine kindgerechte Betreuung nach wissenschaftlichen Empfehlungen und für eine ausreichende Zahl von Kitaplätzen.

Jacken und Taschen hängen im Eingangsbereich in einem Kindergarten. Foto: Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Diese Lücke lasse sich weder durch einen Ausbau der Ausbildungskapazitäten noch durch berufliche Quereinsteiger auffangen, heißt es in dem erstmals erhobenen «Fachkräfte-Radar für Kita und Grundschule», der zusammen mit dem «Ländermonitoring Frühkindliche Bildungssysteme» veröffentlicht wurde.

Die Bertelsmann-Stiftung geht in ihren Berechnungen von der wissenschaftlichen Empfehlung eines Personalschlüssels von 3,0 Kindern je Fachkraft in einer Krippengruppe (für die unter Dreijährigen) und von 7,5 in Kindergartengruppen aus. Zuletzt (Stichtag 1. März 2020) lagen diese Werte in Rheinland-Pfalz bei 3,7 beziehungsweise 8,4. Das bedeutet für eine Kita-Gruppe, dass sich eine Erzieherin in Vollzeit rein rechnerisch um mehr als 8 Kinder kümmern muss.

Die Studie kommt daher zu dem Schluss, dass für derzeit vier von fünf Kindern in Kita-Gruppen in Rheinland-Pfalz nicht genügend Fachpersonal vorhanden ist. In den Krippengruppen habe sich dieser Wert in den Jahren zwischen 2013 (3,8) und 2020 (3,7) kaum verändert. In Kindergärten habe es im selben Zeitraum eine Verbesserung von 9,3 auf 8,4 Kinder pro Fachkraft gegeben. Die Gruppengröße sei ein wichtiger Gradmesser für die Qualität in Kindertagesstätten.

In Rheinland-Pfalz besuchten zum Stichtag 1. März 2020 rund 35 800 Unter-Dreijährige eine Kita, das entspricht einer Quote in dieser Altersgruppe von 31 Prozent. Zum Vergleich: In Ostdeutschland sind es in den dortigen Bundesländern im Schnitt 53 Prozent. Bei den Drei- bis Sechsjährigen lag die Quote bei fast 95 Prozent und damit über dem bundesweiten Schnitt (93 Prozent).

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