Mit Hochwasser 350 Kilogramm Munition freigeschwemmt

17.08.2021 Mit dem verheerenden Hochwasser Mitte Juli in verschiedenen Teilen von Rheinland-Pfalz sind insgesamt rund 350 Kilogramm Munition aus dem Zweiten Weltkrieg freigespült worden. Vor allem Patronen, Granaten, Pyrotechnik sowie eine Bombe, allerdings ohne Explosivstoffe, seien gefunden worden, teilte die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) Trier der Deutschen Presse-Agentur mit. Im besonders stark von der Flut betroffenen Ahrtal habe es im vergangenen Monat 22 Funde gegeben.

Die Arbeiten an einer großen Baugrube ruhen, nachdem hier eine Weltkriegsbombe gefunden wurde. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Im Eifelkreis Bitburg-Prüm gab es demnach elf Funde sowie jeweils einen Fund im Vulkaneifelkreis und im Kreis Trier-Saarburg. Der Kampfmittelräumdienst Rheinland-Pfalz habe die Munition vernichtet, sagte eine Sprecherin der ADD.

Extremer Starkregen hatte am 14. und 15. Juli an der Ahr im Norden von Rheinland-Pfalz eine Flutwelle ausgelöst und weite Teile des Tals unter Wasser gesetzt. Geflutet wurden auch Ortschaften in der Eifel, der Ortsteil Trier-Ehrang und Kordel im Kreis Trier-Saarburg.

Die Polizei hat wiederholt zu Vorsicht im Umgang mit freigeschwemmten Munitionsfunden aufgerufen. Man solle dann umgehend die Polizei verständigen, sagte Florian Stadtfeld vom Polizeipräsidium Koblenz.

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