Saarland lässt keinen Corona-Impfstoff an Bund zurückgehen

10.08.2021 Als einziges Bundesland gibt das Saarland derzeit keinen Corona-Impfstoff an den Bund zurück. Wegen der geringeren Impf-Nachfrage lassen die anderen Bundesländer insgesamt rund 2,7 Millionen Dosen aus ihren Verteilzentren an den Bund zurückgehen. Darunter sind 2,58 Millionen nicht benötigte Dosen des Mittels von Astrazeneca, wie aus einer Übersicht des Bundesgesundheitsministeriums hervorgeht, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Hinzu kommen Dosen von Johnson & Johnson.

Eine Ampulle des Corona-Impfstoffs des Pharmakonzerns Astrazeneca. Foto: Russell Cheyne/PA Wire/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Geimpft wird momentan hauptsächlich mit den Impfstoffen von Biontech und Moderna. Der Bund will die zurückgegebenen Impfstoffe nun rasch an andere Staaten mit akutem Bedarf spenden. In einem nächsten Schritt sollen die Länder bis zum 20. August auch Rückmeldungen zu nicht benötigten Dosen geben, die schon von den Verteilzentren in die regionalen Impfzentren gebracht wurden - zunächst ebenfalls für die Präparate von Astrazeneca und Johnson & Johnson.

Die Bundesregierung hat zugesagt, bis Ende des Jahres mindestens 30 Millionen Impfdosen an Entwicklungsländer und andere Staaten abzugeben. Eine erste Tranche soll jetzt bereits über die internationale Hilfsinitiative Covax an fünf Länder gehen.

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