Torlos-Remis: FCK mit ordentlichem Saisonstart

25.07.2021 Die Fans sind zurück, das erste Ergebnis stimmt: Für Kaiserslautern beginnt die neue Spielzeit mit einem Mutmacher. Trainer Antwerpen hätte seine Mannschaft auf dem Betzenberg aber gerne belohnt gesehen.

Ein Spielball liegt auf dem Rasen. Foto: Stuart Franklin/Getty Images Europe/Pool/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Beim 1. FC Kaiserslautern lagen Freude und Ärger nach dem 0:0 zum Saisonauftakt der 3. Fußball-Liga gegen Eintracht Braunschweig nah beieinander. Vor allem aufgrund der zweiten Halbzeit, in der die Roten Teufel den Zweitliga-Absteiger phasenweise in dessen Hälfte festspielten, hätte die Elf von Trainer Marco Antwerpen die von beiden Mannschaften emotional geführte Partie gewinnen müssen. Doch weder der stark aufspielende Marlon Ritter (67. Minute) noch Kenny Prince Redondo (72.) brachten den Ball freistehend am guten Braunschweiger Keeper Jasmin Fejzic vorbei.

«Für uns war es ein bisschen problematisch, in die Partie reinzukommen. Es war nicht ganz so leicht, gegen die großgewachsene Hintermannschaft eine gute Positionierung zu finden», resümierte Antwerpen. Die zweite Halbzeit sei durch die Bank gut gewesen. «Ich hätte gerne erlebt, wenn der Betze am Ende bei einem Siegtreffer gebebt hätte. Das wäre sicher auch leistungsgerecht gewesen», fügte der Coach an.

Erstmals seit 21. Oktober 2020 durfte Kaiserslautern im heimischen Fritz-Walter-Stadion wieder vor Publikum spielen. 10.600 Zuschauer sorgten über die gesamten 90 Minuten für eine gute Atmosphäre und peitschen die Mannschaft vor allem nach der Pause immer wieder nach vorne. «Dass es auf dem Platz so emotional und hitzig zuging, war sicher auch den Fans geschuldet. Wir haben in der zweiten Halbzeit versucht, sie nochmal mitzunehmen und das 1:0 zu machen. Leider ist uns das nicht gelungen», meinte Außenverteidiger Dominik Schad. Der 24-Jährige feierte nach einem Beinbruch und neun Monaten Verletzungspause sein Comeback.

Als Schad nach rund einer halben Stunde für den angeschlagenen Philipp Hercher eingewechselt wurde, gab es auch von den Rängen lautstarken Applaus. «Ich war etwas überrascht, dass ich so früh reinkomme, aber man muss im Fußball jederzeit bereit sein. Den ersten Zweikampf habe ich gleich für mich entschieden, was sehr wichtig war. Ich bin sehr froh, wieder auf dem Platz zu stehen», betonte Schad.

Im Tor hatte Antwerpen etwas überraschend Matheo Raab den Vorzug gegenüber Avdo Spahic gegeben. «Der Trainer hat mir gestern vor dem Abschlusstraining gesagt, dass ich spiele. Es war natürlich ein sehr schönes Gefühl hier auf dem Betze, vor allem mit Zuschauern. Ich habe mich riesig gefreut und es hat sehr viel Spaß gemacht», erzählte Raab, dessen Leistung Antwerpen lobte: «Wir hatten bei Matheo im Training und in den Testspielen den Eindruck, dass er sehr fokussiert ist. Er hat heute in Summe gezeigt, dass das die richtige Entscheidung war.»

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