SWR-Umfrage: CDU im Bund, SPD im Land

15.07.2021 Gut zwei Monate vor der Bundestagswahl kann die CDU an Rhein und Mosel mit den meisten Stimmen rechnen. Bei der Landespolitik hingegen legt die SPD in Rheinland-Pfalz seit März noch weiter zu, die CDU verliert.

Das Logo der CDU steht an der Eingangstür der Geschäftsstelle in Düsseldorf. Foto: Fabian Strauch/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Bei der Bundestagswahl im September kann die CDU in Rheinland-Pfalz nach einer Umfrage mit den meisten Stimmen rechnen. Nach den am Donnerstag veröffentlichten Ergebnissen der Erhebung im Auftrag des SWR-Politikmagazin «Zur Sache Rheinland-Pfalz» werden den Christdemokraten am 26. September 30 Prozent der Stimmen vorhergesagt. Bei der Bundestagswahl 2017 waren es in Rheinland-Pfalz 35,9 Prozent.

Auf dem zweiten Platz folgt die SPD mit 22 Prozent - nach 24,1 Prozent vor vier Jahren. Das wäre allerdings in Rheinland-Pfalz ein besserer Trend als bei den bundesweiten Umfragen mit zurzeit etwa 15 Prozent. Drittstärkste Kraft wären die Grünen mit 17 Prozent - mehr als doppelt so viel wie bei der letzten Bundestagswahl mit 7,6 Prozent in Rheinland-Pfalz.

Bei den weiteren Parteien zeichnen sich der Umfrage zufolge nur geringe Änderungen ab. Die AfD würde demnach in der Bundestagswahl auf 11 Prozent der rheinland-pfälzischen Stimmen kommen (2017: 11,2 Prozent), die FDP auf 9 Prozent (2017: 10,4 Prozent). Mit Einbußen muss die Linke rechnen: Für sie werden 4 Prozent prognostiziert, nach einem rheinland-pfälzischen Ergebnis von 6,8 Prozent bei der Bundestagswahl 2017. Die jetzt erstmals in den Landtag eingezogenen Freien Wähler könnten mit 3 Prozent rechnen, nach 1,4 Prozent vor vier Jahren.

Fast gleichauf liegen die Spitzenkandidaten von CDU/CSU und SPD, Armin Laschet und Olaf Scholz, wenn die Menschen in Rheinland-Pfalz nach einer hypothetischen Direktwahl des Bundeskanzlers befragt werden. Laut SWR würden sich 27 Prozent für Laschet und 25 Prozent für Scholz entscheiden. Auf dem dritten Platz folgt die Kandidatin der Grünen, Annalena Baerbock, mit 15 Prozent. Relativ hoch ist noch der Anteil der Unentschiedenen: Ein Drittel der Befragten mochte bei dieser Frage keine Präferenz nennen.

Für die nächste Bundesregierung wünschten sich 38 Prozent der Befragten in Rheinland-Pfalz, dass die Union weiterhin die Bundesregierung führt. Eine SPD-geführte Regierung wie in Rheinland-Pfalz wird von 23 Prozent bevorzugt, während 15 Prozent eine Bundesregierung unter Führung der Grünen präferieren. Von den unter 40 Jahre alten Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzern hätten 24 Prozent gerne eine grün geführte Bundesregierung, 28 Prozent eine Regierung unter Führung der Union.

Mehr als jeder dritte im SWR-Auftrag Befragte (35 Prozent) nannte den Umwelt- und Klimaschutz als zentrales Thema der Bundestagswahl. Danach folgten die Corona-Pandemie (19 Prozent), Zuwanderung und Migration (17 Prozent) sowie soziale Gerechtigkeit (15 Prozent).

Befragt nach der Arbeit der seit zwei Monaten amtierenden Landesregierung von Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) zeigten sich 62 Prozent zufrieden oder sehr zufrieden. Bei 34 Prozent überwiegt die Unzufriedenheit. Die Unterstützung für die Ampel-Koalition ist damit um fünf Prozentpunkte höher als gegen Ende der vergangenen Wahlperiode im März.

Bei einer Landtagswahl zum jetzigen Zeitpunkt würde die SPD nach der SWR-Umfrage auf 38 Prozent kommen und ihr Ergebnis vom März (35,7 Prozent) somit noch übertreffen. Die CDU könnte mit 24 Prozent rechnen (Landtagswahl: 27,7 Prozent). Bei den weiteren Parteien kam es in der Umfrage nur zu geringfügigen Veränderungen im Vergleich zum Ergebnis der Landtagswahl.

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