Saarländischer Arbeitsmarkt entwickelt sich weiter günstig

30.06.2021 Die Regionaldirektion der Arbeitsagentur sieht Fortschritte beim Abbau der durch Corona zusätzlich aufgebauten Arbeitslosigkeit. Viel Bewegung wird in den nächsten Wochen am Ausbildungsmarkt erwartet.

Das Logo der Bundesagentur für Arbeit leuchtet. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Arbeitslosigkeit im Saarland ist im Juni erneut leicht zurückgegangen. Wie die zuständige Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit am Mittwoch mitteilte, waren in dem Bundesland rund 36.300 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet. Das waren 600 oder 1,5 Prozent weniger als im Mai und 4000 Menschen oder 9,9 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Im Juni 2019, also vor der Corona-Pandemie, wurden 32.300 Arbeitslose gezählt und somit 4100 Personen weniger als in diesem Monat.

Die Arbeitslosenquote betrug im Juni 6,9 Prozent. Vor einem Monat lag sie bei 7,0 Prozent und vor einem Jahr bei 7,6 Prozent. Stichtag für die Erhebung der neuen Zahlen war der 14. Juni.

«Wir sind auf einem guten Weg, die durch Corona aufgebaute Arbeitslosigkeit zu reduzieren», sagte Heidrun Schulz, Chefin der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit.

Gestützt wird die Zuversicht auch durch die im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegene Nachfrage der Unternehmen nach Arbeitskräften. So meldeten die saarländischen Betriebe im Juni 2400 offene Arbeitsstellen. Gegenüber Mai war dies ein leichter Anstieg von 0,8 Prozent und gegenüber dem Vorjahreszeitraum ein Plus von 800 Stellen oder 49,7 Prozent. Insgesamt waren 9100 offene Stellen gemeldet, 2200 oder 32,3 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die meisten offenen Stellen gab es in der Zeitarbeit (1660), im Gesundheits- und Sozialwesen (1310), im Handel (1040 Stellen), im Verarbeitenden Gewerbe (910) und im Baugewerbe (900).

Die Anzeigen für Kurzarbeit gehen weiter kontinuierlich zurück und liegen im Juni bei 70 Betrieben mit insgesamt 900 Beschäftigten. Im Januar waren es noch 1100 Betriebe. Anzeigen für Kurzarbeit bedeuten noch nicht deren Realisierung - zunächst geht es um eine grundsätzliche Genehmigung für die Folgemonate.

Seit vergangenem September wurden den Agenturen für Arbeit und den Jobcentern in gemeinsamer Trägerschaft 5600 Ausbildungsstellen gemeldet. Dies waren 300 oder 4,3 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. 3800 Jugendliche haben die Arbeitsagenturen oder Jobcenter bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz eingeschaltet (minus 11,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr). Derzeit sind den Angaben zufolge noch 1600 junge Frauen und Männer auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz. Dem stehen 2700 unbesetzte Ausbildungsstellen gegenüber.

Schulz erwartet in den nächsten Wochen noch viel Bewegung am Ausbildungsmarkt. Sie zeigte sich zuversichtlich, dass noch viele Ausbildungsplätze besetzt werden können. Die Berufsberaterinnen und -berater unterstützten interessierte Jugendliche bei der Suche nach einer passenden Stelle, sagte sie. Es sei noch keineswegs zu spät dafür.

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