Verdacht auf Brandstiftung: Mann nach Hochhausbrand in Haft

15.06.2021 Zahlreiche Bewohner mussten wegen des Brandes in einem Mainzer Hochhaus gerettet werden. Zwei Menschen wurden verletzt. Die Verantwortung dafür soll ein 46 Jahre alter Mann tragen.

Ein Fahrzeug der Feuerwehr fährt durch die Innenstadt. Foto: Julian Stratenschulte/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Nach dem Brand in einem Mainzer Hochhaus ist Haftbefehl gegen einen 46 Jahre alten Mann erlassen worden. Wie Staatsanwaltschaft und Polizei am Dienstag mitteilten, besteht der dringende Tatverdacht der schweren Brandstiftung. Der Mann ohne festen Wohnsitz sei mittlerweile in einer Justizvollzugsanstalt untergebracht worden.

Bei dem Brand waren am Montag zwei Menschen verletzt worden. Die Einsatzkräfte hatten das 18-stöckige Gebäude in Mainz-Gonsenheim, in dem insgesamt 162 Menschen gemeldet sind, teilweise evakuiert. Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei waren mit einem Großaufgebot vor Ort.

«Nach derzeitigem Ermittlungsstand wollte der 46-Jährige verhindern, dass bei der anstehenden Wohnungsräumung die Einrichtungsgegenstände aus der Wohnung seiner verstorbenen Bekannten, in anderen Besitz übergehen», hieß es am Dienstag. Daher soll er am Montagmorgen ein Feuer in der Wohnung im 14. Obergeschoss des Hochhauses entzündet haben.

Teile des Hochhauses blieben am Dienstag zunächst gesperrt und konnten nicht betreten werden, wie ein Polizeisprecher am Dienstagmorgen sagte. Das betreffe die Stockwerke, in denen gelöscht worden war.

Noch am Montag hatte die Polizei den verdächtigen Mann festgenommen. Er soll eine «Bezugsperson» der ehemaligen Bewohnerin der Wohnung gewesen sein, die aber bereits verstorben sei. Die Wohnung sei zum Zeitpunkt des Brandes nicht bewohnt gewesen.

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