Impf-Priorisierung endet: Schutz für besonders Gefährdete

07.06.2021 Das Saarland hebt mit Beginn der neuen Woche die bisher geltende Priorisierung bei Corona-Schutzimpfungen auf - entsprechend der durch den Bund angepassten Corona-Impfverordnung. «Somit erhält vom 7. Juni an jeder impfwillige Saarländer ab 16 Jahren die Möglichkeit, sich für einen Impftermin vorzumerken», teilte das Gesundheitsministerium in Saarbrücken mit.

Ein Mann wird geimpft. Foto: Julian Stratenschulte/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Das Aufheben der Priorisierung sei aber nicht gleichbedeutend mit einem Impftermin für alle am Folgetag, betonte Gesundheitsministerin Monika Bachmann (CDU). «Im Saarland rechnen wir aktuell damit, dass bis Herbst alle, die möchten, durchgeimpft sind.»

Bachmann hatte bereits zuvor betont, dass Impfwillige, die der Prio-Gruppe 1 bis 3 angehören, weiterhin grundsätzlich vorrangig bei Terminen bedacht werden. «Mit unserer Vorgehensweise berücksichtigen wir weiterhin die ursprüngliche Vorgabe der Stiko, alle Personen priorisiert zu schützen, die den Schutz möchten und am dringendsten benötigen», betonte sie.

Ein Ministeriumssprecher ergänzte, das Saarland halte sich natürlich an die jeweils gültige Impfverordnung. «Deswegen öffnen wir am Montag für alle. Aber wenn sich da noch jemand entscheidet, der eigentlich priorisiert gewesen wäre, dann fällt er nicht hinten herunter, sondern wird von uns priorisiert behandelt.»

Dem Robert Koch-Institut zufolge hatten bis einschließlich 4. Juni 47,9 Prozent der Saarländer mindestens die erste Impfung erhalten, das sind demnach etwa 472 000 Menschen.

Von diesem Montag an soll es im Saarland auch möglich sein, sich bei Betriebsärzten auf eine Warteliste setzen zu lassen.

© dpa-infocom GmbH

Weitere News