Gegner der Pläne für Steinhalle schließen sich zusammen

27.05.2021 Das Plenargestühl des Landtags soll raus aus dem Landesmuseum Mainz, fordert der neue Bürgerrat/Runder Tisch Steinhalle. Für das vom Landtag gewünschte «Demokratielabor» gebe es bessere Orte.

Blick auf das Landesmuseum Mainz. Foto: Peter Zschunke/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Gegner der Pläne des Landtags Rheinland-Pfalz für die Einrichtung eines «Demokratielabors» in der Steinhalle des Landesmuseums Mainz haben sich zu einem gemeinsamen Bündnis zusammengeschlossen. In dem neuen Bürgerrat/Runder Tisch Steinhalle wollen zwölf Organisationen mit Sitz in Mainz eine Änderung der Pläne erreichen, wie das Bündnis am Donnerstag mitteilte.

Die Unterzeichner begrüßen in einer gemeinsamen Erklärung die Initiative von Landtagspräsident Hendrik Hering (SPD) zur Stärkung der Demokratie. Allerdings solle das «Demokratielabor» an einem anderen, hierfür besser geeigneten Ort entstehen.

In der Steinhalle des Landesmuseums war von 2016 bis Anfang dieses Jahres das Plenum des Landtags eingerichtet, für die Dauer der Sanierung des Landtagsgebäudes. Das dafür eingebaute Gestühl soll nach dem Willen des Landtags aber weiter für Veranstaltungen sowohl zur Demokratiebildung als auch des Landesmuseums genutzt werden.

Hauptforderung des Bündnisses ist die «Entfernung des Plenarsaalgestühls und der die Steinhalle in zwei Hälften trennenden Zwischenwand». Damit werde die Raumwirkung der 1200 Quadratmeter großen historischen Halle in erheblicher Weise beeinträchtigt. Stattdessen solle dort die «nördlich der Alpen einzigartige Sammlung römischer Steindenkmäler aus Mainz» in neuer Weise präsentiert werden.

Zu den Unterzeichnern gehören unter anderen der Landesverband der Deutschen Gesellschaft für Demokratiepädagogik, die Initiative Römisches Mainz, das Römisch-Germanische Zentralmuseum (RGZM) als Leibniz-Forschungsinstitut für Archäologie, der Mainzer Altertumsverein und der Landesverband des Verbands der Geschichtslehrer Deutschlands. Eine am 29. April gestartete Online-Petition für den Erhalt der Steinhalle zur Ausstellung der römischen Steindenkmäler hat inzwischen mehr als 4000 Unterschriften gesammelt.

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