Freigabe von Astrazeneca: Impfwillige «können profitieren»

06.05.2021 Mit der Aufhebung der Priorisierung bei Corona-Impfungen mit dem Mittel von Astrazeneca wird aus Sicht der saarländischen Gesundheitsministerin Monika Bachmann (CDU) die Grundlage für den nächsten Streckenabschnitt des «Impfmarathons» geschaffen. Das sagte sie am Donnerstagabend in Saarbrücken laut einer Mitteilung. «Jeder, der ein Impfangebot wahrnehmen möchte, kann über seinen Haus- oder Facharzt, sofern dieser eine Impfung mit Astrazeneca anbietet, von diesem Angebot profitieren.»

Monika Bachmann (CDU), saarländische Ministerin für Gesundheit. Foto: Oliver Dietze/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Corona-Impfungen sind mit dem Präparat von Astrazeneca künftig für alle möglich, wenn sich Impfwillige mit ihrem Arzt dafür entscheiden. Die Priorisierung mit einer festen Vorrangliste werde für diesen Impfstoff voll aufgehoben, hatte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn zuvor nach einem entsprechenden Beschluss mit seinen Länderkollegen mitgeteilt. «Das heißt, dass beim Impfen in den Arztpraxen die Ärzte entscheiden, wer jetzt wann mit dem Impfen dran ist», sagte der CDU-Politiker. Spahn hatte den bundesweiten Wegfall der Priorisierung bei Astrazeneca vorgeschlagen.

Der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) hatte sich am Donnerstagmittag in einer Mitteilung dafür ausgesprochen, den Corona-Impfstoff von Astrazeneca für alle Impfwilligen sofort freizugeben. Somit könnten sich auch diejenigen, die derzeit noch nicht aufgrund von Alter, Vorerkrankung oder Beruf berechtigt seien, freiwillig mit dem Vakzin impfen lassen. Die Impfung sei für viele Menschen ein «riesiger Hoffnungsschimmer».

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