Onlinewache: Anzeigen in Corona-Pandemie fast verdreifacht

01.05.2021 In Zeiten von Corona wird die Onlinewache der rheinland-pfälzischen Polizei deutlich mehr genutzt. Die Zahl der Anzeigen und Hinweise, die über das Portal eingehen, habe sich seit Beginn der Pandemie fast verdreifacht, teilte das Landeskriminalamt (LKA) Rheinland-Pfalz der Deutschen Presse-Agentur in Mainz mit. Lagen im März 2020 die täglichen Eingänge noch bei 44, sind es inzwischen 126. Das zeige, dass die Onlinewache auf eine breite Akzeptanz stoße.

Auf einem Laptop wird die Startseite der «Onlinewache» der Polizei Rheinland-Pfalz angezeigt. Foto: Andreas Arnold/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Möglichkeit der kontaktlosen Anzeigenerstattung trage in Pandemiezeiten sicher zu dem Anstieg der Nutzerzahlen bei, sagte eine LKA-Sprecherin. Insgesamt gingen im vergangenen Jahr 38 395 Strafanzeigen und Hinweise über die Onlinewache ein. 2019 waren es 15 123. Seit dem Start der virtuellen Anlaufstelle Anfang Dezember 2018 bis Ende März 2021 stehen demnach 67 230 Eingaben in der Statistik.

Bei der Onlinewache können Bürger bestimmte Straftaten auch von zu Hause aus oder unterwegs per Internet in der Onlinewache anzeigen - und müssen nicht mehr persönlich zur Polizei gehen. Das LKA begrüßte «die aktuell verstärkte Nutzung der Onlinewache in Fällen der Bagatellkriminalität».

Ein Großteil der Anzeigen erfolge wegen Betrugsdelikten. Weitere Schwerpunkte seien Diebstahlsdelikte, Sachbeschädigungen und Beleidigungen. Vereinzelt gingen auch Anzeigen mit Bezug zur Corona-Pandemie ein. Nicht online zur Anzeige gebracht werden können Gewaltstraftaten, Verkehrsunfälle und Delikte, die einen sofortigen Polizeieinsatz erfordern.

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