Klöckner fordert einvernehmliche Einigung in K-Frage

14.04.2021 Die rheinland-pfälzische CDU-Chefin und Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner drängt auf eine schnelle und einvernehmliche Einigung in der K-Frage der Union. «Den Unionsparteien und auch unseren Mitgliedern ist es ein großes Anliegen, dass es bald eine einvernehmliche Einigung der beiden zur Verfügung stehenden Kandidaten zur Kanzlerkandidatur von CDU und CSU gibt», teilte Klöckner am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur in Mainz mit. «Ich halte eine zeitnahe Klärung für notwendig, da muss ein Knopf dran.»

Julia Klöckner (CDU), rheinland-pfälzische CDU-Chefin und Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, spricht. Foto: Kay Nietfeld/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Sowohl CDU-Chef Armin Laschet als auch CSU-Chef Markus Söder hätten mitgenommen, dass sie beide vertrauensvoll das Gespräch suchen und eine Entscheidung treffen müssten. Wen sie für den besseren Kandidaten hält, sagte Klöckner nicht. Auch Christian Baldauf, CDU-Fraktionsvorsitzender im Landtag und Spitzenkandidat bei der Landtagswahl am 14. März, hatte sich nicht festgelegt.

Klöckner sagte, der laufende Prozess sei am Ende einer langen Ära nicht ungewöhnlich. «Immerhin tritt nach 16 sehr gefüllten Jahren Angela Merkel als Bundeskanzlerin ab.» Das sei eine Zäsur. «Jede Partei, die eine solch kontinuierliche Regierungsphase erlebt hat, hat diese Zeit der Neuaufstellung zu bewältigen.»

Laschet und Söder hätten in der Sitzung der Bundestagsfraktion das freundschaftliche Signal ausgesendet: Jeder unterstützt den anderen, wenn der andere die Kanzlerkandidatenrolle übernehmen sollte. «Das halte ich für wichtig und richtig.» Zudem hätten die beiden erfolgreichen Ministerpräsidenten größerer Bundesländer - NRW und Bayern - gezeigt, dass ihnen als erstes das bürgernahe Regieren und Lösen von Problemen wichtig sei. «Und sie können es.»

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