«Brutales Zeichen»: Veränderungen in den Gremien

05.04.2021 Platzverweis und Gegentor in kurzer Zeit: Für den FCK war am Samstag mal wieder alles angerichtet für den nächsten Rückschlag. Doch dann zeigt das Antwerpen-Team Moral. Weitere Neubesetzungen gibt es derweil in der Führungsriege des Traditionsclubs.

Ein Fußball-Spiel. Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Nach einem emotionalen Auf und Ab lebt beim 1. FC Kaiserslautern die Hoffnung wieder, den Klassenerhalt in der 3. Fußball-Liga doch noch zu schaffen. Durch den 3:1-Sieg gegen den Halleschen FC verkürzten die Lauterer den Rückstand auf die Nicht-Abstiegsplätze auf vier Punkte und haben noch ein Nachholspiel in der Hinterhand. «Das war die Reaktion, die jeder in der ganzen Region, und die auch ich von der Mannschaft erwartet habe. Ich wusste, dass wir das bringen können. Das war sehr, sehr wichtig und ein brutales Zeichen», sagte Kaiserslauterns Kapitän Jean Zimmer nach bisweilen hektischen 90 Minuten im Fritz-Walter-Stadion.

Die wohl spielentscheidende Szene, die die Partie endgültig in die Richtung der Pfälzer drehte, war kurioserweise ein Platzverweis gegen FCK-Mittelfeldspieler Kenny Prince Redondo. Nach rund einer Stunde führte Kaiserslautern durch Marvin Pouriés Treffer mit 1:0, da fuhren die Gäste aus Halle gerade einen schnellen Gegenangriff. Redondo beklagte sich dabei mehrmals beim Schiedsrichter über einen zuvor nicht gegebenen Freistoß für den FCK. Referee Michael Bacher unterbrach das Spiel und stellte den verwarnten Redondo vom Feld.

Auch wenn dessen Aktion komplett überflüssig war, stellte sich FCK-Coach Marco Antwerpen nach Abpfiff vor seinen Spieler und kritisierte die Schiedsrichterleistung: «Durch den Platzverweis hat der Schiedsrichter den Gegner wieder zurück ins Spiel geholt. Da wünsche ich mir dann auch mal das sogenannte Fingerspitzengefühl und dass er weiß, um was es hier geht. Da muss man sich aber auch mal auf so ein Spiel vorbereiten», sagte Antwerpen.

Obwohl Halle kurz nach dem Platzverweis durch Terrence Boyd zum 1:1-Ausgleich kam, spielte der FCK auch in Unterzahl weiter auf Sieg und zeigte eine starke Willensleistung. Kevin Kraus und Philipp Hercher sorgten für den völlig verdienten, aber auch dringend benötigten Dreier im Abstiegskampf.

«Wir haben uns heute für ein Klassespiel belohnt. Dieses Erfolgserlebnis nehmen wir mit und bleiben dran. Das ist das, was wir weiter anbieten wollen. Am Mittwoch haben wir gleich das nächste Spiel», sagte Antwerpen. Dann gastiert der FSV Zwickau zu einem Nachholspiel bei den Pfälzern. Für die Lauterer ist es die nächste Chance, den Rückstand auf die Nicht-Abstiegsplätze zu verkürzen.

Abseits des Rasens wurde am Sonntag bekannt, dass Aufsichtsratschef Rainere Keßler sowie die Gremienmitglieder Markus Merk und Fritz Fuchs aus dem Aufsichtsrat des 1. FC Kaiserslautern e.V. in den Beirat der 1. FC Kaiserslautern Management GmbH entsendet werden. Die Entscheidung fiel einstimmig und auf Vorschlag der beiden neuen Ratsmitglieder Johannes B. Remy und Valentin Helou. Beide rücken für die in den vergangenen Tagen zurückgetretenen Martin Weimer und Bernhard Koblischeck in den Aufsichtsrat des Klubs nach.

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