Kutschaty fordert Schließungen und Kontaktbeschränkungen

29.11.2021 Angesichts der zugespitzten Corona-Lage fordert SPD-Oppositionsführer Thomas Kutschaty die sofortige Schließung von Bars, Clubs und Diskotheken. Außerdem müsse es strengere Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte geben, sagte Kutschaty am Montag in Düsseldorf. So sollten sich nicht geimpfte Personen nur noch mit maximal zwei Haushalten und höchstens zehn Personen treffen dürfen, schlug der SPD-Landtagsfraktionschef vor. Auch Großveranstaltungen sollten nicht mehr stattfinden. Fußballspiele sollten nur noch ohne Publikum laufen.

Thomas Kutschaty (SPD), SPD-Oppositionsführer, spricht im Landtag. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die von NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) angekündigte Wiedereinführung der Maskenpflicht im Unterricht nannte Kutschaty einen richtigen Schritt. Es sei aber falsch gewesen, die Maskenpflicht im Unterricht überhaupt abgeschafft zu haben. Auch Schulen seien Infektionstreiber. Kutschaty sprach sich auch für noch engmaschigere Corona-Tests an Schulen aus. Schülerinnen und Schüler sollten jeden Tag und nicht nur alle zwei Tage getestet werden. Die Schüler müssten auch für die Weihnachtsferien Tests mit nach Hause bekommen.

Darüber hinaus müssten die Impfangebote ausgeweitet werden, um mit den Auffrischungsimpfungen nachzukommen, sagte Kutschaty. «Beim Boostern kommen wir nicht in dem Tempo voran, wie es sein müsste.» Die Impfzentren müssten wieder geöffnet werden.

Kutschaty forderte eine allgemeine Corona-Impfpflicht, um gegen eine fünfte Corona-Welle gerüstet zu sein. «Wir müssen an allen Ecken und Enden impfen.» Auch Apotheken und Zahnärzte sollten einbezogen werden. Das Land müsse einen Corona-Krisenstab nach dem Vorbild des auch im Bund geplanten Krisenstabs bilden. Es sei wertvolle Zeit verloren gegangen, sagte Kutschaty. «Das Tempo der vierten Welle ist einfach zu hoch. Die Infektionszahlen schießen durch die Decke.»

Die CDU-/FDP-Landesregierung bereitet nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur bereits weitere Verschärfungen der Corona-Maßnahmen vor. Das Landeskabinett will demnach am Dienstag über weitere kontaktreduzierende Maßnahmen beraten.

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