Rolfes zu Corona-Impfung: Wichtig, «dass Spieler vorangehen»

24.10.2021 In der Debatte um corona-geimpfte Fußballer und 2G-Regelungen in Stadien hat Bayer Leverkusens Sportdirektor Simon Rolfes die Vorbildfunktion von Profis betont. «Bei uns sind alle geimpft oder genesen, 2G in der Mannschaft und im Staff. So behandeln wir das auch bei den Fans», sagte der 39 Jahre alte frühere deutsche Nationalspieler am Sonntag bei DAZN. «Es ist wichtig für die Solidarität in der Gesellschaft, dass Spieler vorangehen, deshalb haben wir viel mit den Spielern gesprochen und sie überzeugen können.»

Joshua Kimmich von Bayern München. Foto: Sven Hoppe/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Rolfes war allgemein darauf angesprochen worden, dass es generell ungeimpfte Spieler gebe, aber teilweise die 2G-Regelung für Zuschauer in Stadien gelte - dass also Fans entweder geimpft oder genesen sein müssen. Das 2G-Prinzip wird bei Heimspielen der Leverkusener in der BayArena angewendet. Ausgenommen von dieser Regelung sind Kinder und Jugendliche sowie Schwangere und Fans mit ärztlichem Attest. Nicht geimpfte Profis müssen sich zwei wöchentlichen PCR-Tests oder Fremd-Antigentests an allen Trainings-, Spiel- und Reisetagen unterziehen.

Am Wochenende hatte Joshua Kimmich für eine emotionale Debatte gesorgt. Der Nationalspieler des FC Bayern hatte nach dem 4:0 in der Fußball-Bundesliga am Samstag gegen 1899 Hoffenheim im TV-Sender Sky eingeräumt, bislang nicht gegen das Coronavirus geimpft zu sein. Er habe «persönlich noch ein paar Bedenken, gerade, was fehlende Langzeitstudien angeht», sagte Kimmich. Er sage nicht kategorisch, dass er sich «überhaupt nicht impfen lasse». Es sei «auch sehr gut möglich, dass ich mich in Zukunft impfen lasse», betonte Kimmich.

Der Immunologe Carsten Watzl sprach daraufhin in Bezug auf mögliche Langzeitfolgen von Impfungen von einem «Missverständnis», das sich bei vielen Menschen halte. «Was man bei Impfungen unter Langzeitfolgen versteht, sind Nebenwirkungen, die zwar innerhalb von wenigen Wochen nach der Impfung auftreten, die aber so selten sind, dass es manchmal Jahre braucht, bis man sie mit der Impfung in Zusammenhang gebracht hat», sagte der Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Immunologie der Deutschen Presse-Agentur.

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