Arsenal mit Kriegswaffen in Aldenhoven bei Düren gefunden

13.10.2021 Ein Postpaket mit Schalldämpfern hat die Aufmerksamkeit der Sicherheitsbehörden erregt. Dann wird in Aldenhoven westlich von Köln ein ganzes Arsenal mit Kriegswaffen ausgehoben.

Das Zollfahndungsamt Essen führt eine Razzia durch. Foto: Ralf Roeger/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Bei einer Razzia in Aldenhoven im Kreis Düren haben Ermittler ein Waffenlager mit Kriegswaffen entdeckt. Die Ermittlungen richteten sich gegen einen 32-Jährigen - zunächst nur wegen Verstoßes gegen das Außenwirtschaftsgesetz, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Frankfurt am Mittwoch.

In einem Neubauviertel stießen die Ermittler dann aber auf Schusswaffen, Granaten, Handgranaten und Minen. Deswegen sei der Vorwurf des Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz dazugekommen. Das Amtgericht Frankfurt habe einen Haftbefehl erlassen, der dem Mann in Düren verkündet werden solle, teilte die Staatsanwaltschaft mit.

Nach Angaben des «Spiegels» handelt es sich bei dem Verdächtigen um einen Hauptmann und Sprengstoffexperten der Bundeswehr. Die Staatsanwaltschaft wollte dies weder bestätigen noch dementieren.

Weil auch unbekannte Chemikalien in dem Haus entdeckt wurden, zogen die Einsatzkräfte einen Experten des Bundesamtes für Strahlenschutz zur Bewertung der Funde hinzu. Der Einsatz, der am Dienstag begann, zog sich durch die ganze Nacht in den Mittwoch und war auch am frühen Nachmittag noch nicht beendet.

Der Zoll hatte ein Paket mit Schalldämpfern abgefangen, das der 32-Jährige aufgegeben haben soll. Deswegen leiteten die Behörden ein Verfahren ein und erwirkten einen Durchsuchungsbeschluss. Ein politischer Hintergrund sei derzeit nicht erkennbar, so die Sprecherin der Staatsanwaltschaft.

Noch am Einsatzort mussten nach Angaben des Zollfahndungsamtes in Essen einige «Stoffe» vernichtet werden. Dabei soll es sich um einige der Chemikalien handeln. Nach Angaben des «Spiegels» wurde im Garten des Mannes Sprengstoff aus der entdeckten Munition gezündet und damit unschädlich gemacht.

© dpa-infocom GmbH

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