Verpackungshersteller Gerresheimer steigert Erlöse

12.10.2021 Eine anhaltend hohe Nachfrage nach Produkten wie Glasampullen, Spritzen und pharmazeutischen Kunststoffverpackungen liefert dem Spezialverpackungshersteller Gerresheimer weiterhin Rückenwind. Hohe Kosten belasten aber die Gewinnmargen, also den Anteil des Gewinns am Umsatz. Der Umsatz stieg im dritten Geschäftsquartal (bis Ende August) im Jahresvergleich um 9,4 Prozent auf 382 Millionen Euro, wie das im MDax notierte Unternehmen am Dienstag mitteilte. Vor allem die Nachfrage nach vorfüllbaren Spritzen sei hoch gewesen, hieß es. Auch die in der Corona-Krise schwächelnde Sparte für die Kosmetikbranche habe sich erholen können.

Ein Glaskolben mit dem Schriftzug des Glasherstellers Gerresheimer liegt in einer Vitrine neben Spritzen. Foto: David Ebener/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (bereinigtes Ebitda) ging um 0,2 Prozent auf 74,8 Millionen Euro zurück. Als Grund nannte das Management gestiegene Kosten für Rohstoffe wie Kunststoffgranulat, Strom und Gas. Die Marge verschlechterte sich entsprechend um 1,9 Prozentpunkte auf 19,6 Prozent. Das bereinigte Konzernergebnis stieg moderat um 2,8 Prozent auf 31,6 Millionen Euro.

Unter dem Strich blieb ein Gewinn von 20,3 Millionen Euro hängen. Das waren gut ein Fünftel weniger als im Vorjahreszeitraum.

Konzernchef Dietmar Siemssen sieht sich weiter auf Kurs zu den Jahreszielen, kalkuliert beim Umsatz nun aber mit dem oberen Ende der Zielspanne eines währungsbereinigten Wachstums im Kerngeschäft im mittleren einstelligen Prozentbereich. Die operative Marge sieht er nun aber eher am unteren Ende der angestrebten Spanne von 22 bis 23 Prozent.

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