Reul: Nicht über «Wer wird was» in NRW streiten

27.09.2021 NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) hat seine Partei in der anstehenden Nachfolgedebatte um Armin Laschet zu Geschlossenheit aufgerufen. «Die sicherste Gewähr, um abgestraft zu werden, ist sich zu streiten», sagte Reul am Montag auf WDR 2. «Wer wird was» sei nicht die entscheidende Frage für die Bürger in Nordrhein-Westfalen. Die Menschen erwarteten, dass die Politik Problem löse. Für die CDU sei entscheidend, dass sie die Landtagswahl im Mai 2022 gewinne. Er sei 2017 nicht als Innenminister einer schwarz-gelben Koalition in NRW angetreten, «um nach fünf Jahren wieder abgewählt zu werden.»

Herbert Reul (CDU) spricht. Foto: Marius Becker/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Unionskanzlerkandidat und NRW-Ministerpräsident Armin Laschet hatte betont, er werde unabhängig vom Ausgang der Bundestagswahl in Berlin bleiben. Damit muss die CDU in NRW Laschets Nachfolge als Landesvorsitzender und NRW-Regierungschef klären. Reul hatte angekündigt, dass er im kommenden Jahr für den Landtag kandidieren wolle. Er wolle weiter Landespolitik machen und «einfach auch ein Landtagsmandat haben, um verankert zu sein». Er strebe aber nicht an, Nachfolger von Laschet als CDU-Landesvorsitzender zu werden.

Der NRW-Innenminister nannte das historisch schwache Abschneiden der Union bei der Bundestagswahl im WDR «ärgerlich». Aber: «Frust bringt ja nix.» Die von Laschet angestrebte «Zukunftskoalition» halte er für «klug». Laschet will trotz der starken Verluste für die Union versuchen, eine Koalitionsregierung zu bilden.

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