Nach Skelettfund bei «Aktenzeichen XY»: Bislang 65 Hinweise

16.09.2021 Nach dem Zeugenaufruf in der ZDF-Sendung «Aktenzeichen XY...ungelöst» zu einem Skelettfund im Rhein-Sieg-Kreis aus dem Jahr 1994 hat die Mordkommission bislang 65 Hinweise bekommen. Bei zehn von diesen ermitteln Beamte nun weiter, teilte die Polizei in Bonn am Donnerstag mit. Bei dem in der Fahndungssendung am Mittwoch vorgestellte Fall gehen Polizei und Staatsanwaltschaft von einem Tötungsdelikt aus.

Eine Projektion des Logos der Sendung «Aktenzeichen XY ... ungelöst» ist zu sehen. Foto: picture alliance / Matthias Balk/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Hinweise beziehen sich einem Sprecher zufolge eher auf das Opfer als auf einen möglichen Täter. Schüler hatten in einem Wald in der Gemeinde Ruppichteroth am 23. Mai 1994 mehrere Knochen entdeckt und die Polizei informiert. Zunächst deuteten die rechtsmedizinischen Untersuchungen darauf hin, dass es sich um die Leiche einer Frau handelt.

Doch als bei dem sogenannten «Cold Case» - ein bislang ungeklärter Kriminalfall, der neu aufgerollt wird - die DNA der Toten im Jahr 2021 erneut überprüft wurde, stellt sich heraus, dass das Opfer ein Mann ist. Die Methode in den 1990er-Jahren war noch fehleranfällig, hieß es dazu in der ZDF-Sendung am Mittwochabend.

Gut 27 Jahre nach dem Vorfall ist die Identität des Mannes, der zum Todeszeitpunkt etwa zwischen 25 und 35 Jahren alt gewesen sein soll, noch immer ungeklärt. Deshalb bat die Polizei am Donnerstag weiter nach Hinweisen aus der Öffentlichkeit. Der Fundort der Leiche sei äußerst schwer zugänglich, weshalb die Ermittler von einer ausgeprägten Ortskenntnis von Opfer oder Täter ausgingen.

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