Ermittlungskommission «Wau» spürt gestohlenen Hund auf

16.08.2021 Nach wochenlanger Suche und akribischer Ermittlungsarbeit haben niederländische und deutsche Polizisten einen gestohlenen Hund aufgespürt und der glücklichen Besitzer-Familie aus den Niederlanden zurückgegeben. Border Collie Max war nach Angaben vom Montag am 18. Juli von einem Campingplatz im niederländischen Katwijk verschwunden. Bei der zunächst erfolglosen Suche nach dem schwarz-weißen Vierbeiner half die Polizei in Südholland. Zeugen wurden um Hinweise gebeten, Tipps wurden ausgewertet.

Der Mitte Juli von einem niederländischen Campingplatz gestohlene Boarder Collie «Max» liegt auf dem Boden. Foto: Polizei Wesel/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Schließlich sagte ein Zeuge aus, er habe beobachtet, wie der ein Jahr alte, zutrauliche Hund von Unbekannten mit Leckerlis in ein Wohnmobil gelockt worden sei. Danach sei das Fahrzeug davongefahren. Weil dem Beobachter dies seltsam vorkam, notierte er das Kennzeichen.

Am vergangenen Freitag habe die Polizei in Wesel über das Bundeskriminalamt ein Amtshilfeersuchen aus den Niederlanden erhalten. Es ging um einen schwarz-weißen Border Collie, der von einem Campingplatz gestohlen worden sei. Als Halter des mutmaßlichen Entführungsfahrzeugs entpuppte sich ein 59 Jahre alter Mann aus Hamminkeln im Kreis Wesel. Wie die Ermittlungskommission «Wau» herausfand, hatte er einen Border Collie einen Tag nach dem Verschwinden von Max beim Ordnungsamt Hamminkeln angemeldet. Angeblich hatte der Tatverdächtige das Tier in den Niederlanden über eine Kleinanzeige gekauft.

Als die Kripo das Haus des Mannes aufsuchte, fand sie Max bereits in der Einfahrt in einem Körbchen liegend. Schwanzwedelnd sei er auf die Beamten zugelaufen, er habe auch sofort auf seinen Namen reagiert, hieß es. Eine Tierärztin habe nach Auslesen der Hundemarke bestätigt, dass es sich um Max handelte. Noch am selben Tag reiste die niederländische Familie an, um ihren Liebling in die Arme zu schließen. «Sehr zum Leidwesen unserer Kolleginnen und Kollegen, die Max bereits in ihr Herz geschlossen und ihn ausreichend bemuttert und bevatert haben», wie die Polizei schrieb.

Den 59-jährigen Tatverdächtigen erwartet nun ein Strafverfahren.

© dpa-infocom GmbH

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