Nach Flut: Proben aus Talsperren, Treibholz wird entfernt

29.07.2021 Nach dem Hochwasser lässt der Wasserverband Eifel-Rur (WVER) das Wasser in zwei Talsperren in der Eifel auf mögliche Rückstände prüfen. Die Proben aus der Rurtal- und der Urfttalsperre würden auf Spuren von Benzin, Heizöl und Metallen untersucht, sagte der Sprecher des Verbands, Marcus Seiler. Ergebnisse lägen noch nicht vor. Im Einzugsbereich der Flüsse, die Urfttalsperre und Rurtalsperre in der Eifel speisen, seien während des Hochwassers Heizöltanks sowie Tankstellen unter Wasser gestanden.

Wasser läuft aus der Rurtalsperre. Foto: Oliver Berg/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Rurtalsperre ist der Füllmenge nach die zweitgrößte Talsperre in Deutschland mit 202,6 Millionen Kubikmetern Fassungsvermögen. Sie liegt westlich von Euskirchen. Ein Bereich des Talsperrenverbundes ist Teil der Trinkwasserversorgung für 600.000 Menschen in Aachen und den umliegenden Städten.

Der Sprecher sagte, eine Folge der Überschwemmung sei Treibgut auf der Wasseroberfläche. Der Verband habe Boote gemietet, die Baumstämme, Äste und angeschwemmten Müll von der Oberfläche entfernten. Zunächst seien Boote auf dem Obersee, einem Teil der Rurtalsperre, und auf der Urfttalsperre unterwegs. «Danach ist der Rursee an der Reihe», sagte der Sprecher. Auf diesem nördlichen Teil des Gewässers kann Wassersport betrieben werden. Allerdings werde derzeit davor gewarnt. «Segelboote und Surfer können durch Treibgut gefährdet werden», sagte der Sprecher.

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