Impftermine jetzt ohne Priorisierung: Ansturm bleibt aus

26.06.2021 Seit Samstag sind alle Bürgerinnen und Bürger ab 16 Jahren berechtigt, einen Termin in einem Impfzentrum zu vereinbaren. Allerdings gibt es noch nicht genug Impfstoff für alle.

Ein Arzt impft einen Mann. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Nach der Freigabe der Terminvergabe für Impfungen gegen das Coronavirus für alle über 16-Jährigen in Nordrhein-Westfalen ist am Samstag bei der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein (KVNO) ein «Ansturm» ausgeblieben. KVNO-Sprecher Sven Ludwig berichtete, dass bis zum Mittag telefonisch und online Erst- und Zweittermine für rund 16 000 Menschen vergeben worden seien. «Aktuell sind für fast alle Impfzentren fast alle Termine bereits vergeben», erklärte der Sprecher. Impfwillige müssten sich bis kommende Woche gedulden. Über die Nachfrage im Bereich der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe wurde am Samstag zunächst nichts bekannt.

Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hatte am Donnerstag das Ende der Priorisierung in den Impfzentren ab Samstag angekündigt. In den NRW-Impfzentren werden nach seinen Angaben für die nächste Woche etwa 150 000 und für die übernächste Woche 220 000 Termine für Erstimpfungen bereitstehen. Auch Haus-, Fach- und Betriebsärzte impfen gegen das Coronavirus. Sie haben ihre eigene Terminvergabe. Laumann sagte, dass man - «wenn der Himmel über uns nicht zusammen bricht» - bis Ende Juli jedem in NRW ein Impfangebot werde machen können.

Die beiden Kassenärztlichen Vereinigungen hatten am Freitag darauf hingewiesen, dass zunächst nicht genügend Termine zur Verfügung stehen und die Bevölkerung um Geduld gebeten.

Laut RKI waren am Samstag in Nordrhein-Westfalen 37,0 Prozent der Gesamtbevölkerung vollständig geimpft. NRW lag damit über dem Bundesschnitt von 34,8 Prozent. Eine Erstimpfung haben in Nordrhein-Westfalen mittlerweile 55,6 Prozent der Bevölkerung erhalten.

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