Landtag plant zentrale Gedenkstunde für Opfer der Pandemie

22.06.2021 Mit einer zentralen Gedenkstunde wird am 30. Juni an die Opfer der Corona-Pandemie in Nordrhein-Westfalen gedacht. Neben Landtagspräsident André Kuper und Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) werde auch die Präsidentin des NRW-Verfassungsgerichts, Barbara Dauner-Lieb, im Landtag sprechen, teilte ein Sprecher des Landtags am Dienstag mit. Die Feier im Parlament stehe im Zeichen des Gedenkens an die Verstorbenen und ihre Angehörigen sowie des Dankes «an die stillen Helferinnen und Helfer».

Nach früheren Angaben sollen für die Verstorbenen Kerzen angezündet werden. Als Gäste sind Ärzte, Krankenschwestern, Pfleger und Helfer eingeladen. In NRW starben seit dem Ausbruch der Pandemie Anfang 2020 mehr als 17.000 Menschen im Zusammenhang mit Corona. Rund 815.000 Corona-Infektionen wurden bisher im bevölkerungsreichsten Bundesland gemeldet.

Barbara Dauner-Lieb spricht im Landtag. Foto: Marius Becker/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

«Das Leid, das die Corona-Pandemie gebracht hat, kann niemand ermessen oder beschreiben», sagte Landtagspräsident André Kuper. «Eine solche Situation hat unser Land in 75 Jahren noch nicht aushalten müssen.» Auch die Demokratie sei in der Pandemie gefordert wie nie zuvor. «Gerade jetzt möchten wir innehalten, wo Licht am Ende des Tunnels sichtbar wird», sagte Kuper.

Schon im vergangenen November hatte SPD-Oppositionsführer Thomas Kutschaty eine gemeinsame Gedenkveranstaltung des Landtags und der Landesregierung für die Opfer der Pandemie vorgeschlagen. Dabei solle einerseits der Opfer gedacht, andererseits den Menschen Mut gemacht werden, hatte er damals gesagt.

© dpa-infocom GmbH

Weitere News