Bundestagswahlen: Laschet soll CDU-Spitzenkandidat werden

20.05.2021 Kanzlerkandidat Armin Laschet hat sich auf Berlin festgelegt - unabhängig vom Ausgang der Bundestagswahl. Die NRW-CDU bereitet nun den Weg zur Kandidatur des Ministerpräsidenten für die Bundestagswahl vor.

Ministerpräsident Armin Laschet. Foto: Federico Gambarini/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Unions-Kanzlerkandidat und Ministerpräsident Armin Laschet soll Spitzenkandidat der nordrhein-westfälischen CDU bei der Bundestagswahl im September werden. Der Generalsekretär der NRW-CDU, Josef Hovenjürgen, sagte am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur: «Wir gehen davon aus, dass Laschet die Landesliste anführen wird.»

Der Landesvorstand wolle die Kandidatenliste an diesem Dienstag zusammenstellen und den Delegierten der Aufstellungsversammlung vorschlagen. Diese kommt am 5. Juni im Düsseldorfer Hotel Maritim unter Einhaltung der Corona-Hygieneregeln zusammen und beschließt die Landesliste.

Auf Platz eins solle Laschet gesetzt werden, sagte Hovenjürgen. Es werde nicht erwartet, dass Laschet als Direktkandidat in seinem Heimatkreisverband Aachen antrete. Offiziell hat sich Laschet noch nicht geäußert, ob er in Aachen kandidieren will. Bislang hält der CDU-Gesundheitspolitiker Rudolf Henke dort das Direktmandat. Die Aufstellungsversammlung der Aachener CDU ist nach dpa-Informationen an diesem Mittwoch geplant.

Laschet, der auch CDU-Bundesvorsitzender ist, hatte bereits klargestellt, dass er unabhängig vom Ausgang der Bundestagswahl am 26. September in Berlin bleiben wolle. Auf die Frage, ob er im Fall des Scheiterns für sich «ein Rückfahrticket nach Düsseldorf» beanspruche, hatte Laschet der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung gesagt: «Klares Nein.»

In Umfragen liegen Union und die Grünen derzeit Kopf an Kopf, teilweise haben die Grünen die Nase vorn. Zuletzt hatte eine Befragung des Instituts für Demoskopie Allensbach die Union in der Wählergunst wieder vorn gesehen.

Offen ist, wer die Nachfolge Laschets als Landesparteichef der NRW-CDU antritt. Diese Frage soll erst nach der Bundestagswahl bei einem Landesparteitag am 23. Oktober geklärt werden. Da Laschet sich auf Berlin festgelegt hat, braucht die CDU nach der Bundestagswahl auch einen Interims-Ministerpräsidenten bis zur NRW-Landtagswahl im Mai 2022. Als aussichtsreichster Kandidat für beide Führungspositionen in Regierung und Partei gilt NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst.

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