Der Biber erobert alten Lebensraum im Arnsberger Wald zurück

13.04.2021 Der Biber ist zurück im Arnsberger Wald - und hat damit genau dort wieder sein Revier bezogen, wo vor mehr als 150 Jahren der seinerzeit letzte seiner Art in NRW erschossen worden war. Vermutlich von der Ruhr kommend breite sich der Biber nun entlang der Zuflüsse zur Möhne wieder aus, teilte der Landesbetrieb Wald und Holz am Dienstag nach einer Sichtung eines Exemplars am Ostersonntag mit.

Ein Biber ist an einem Zufluss zur Möhne gesichtet worden. Foto: Christoph Grüner, Wald und Holz NRW/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Nachdem die streng geschützten Tiere inzwischen erfolgreich in der Eifel und am Niederrhein angesiedelt wurden und auch wieder häufiger entlang der Lippe vorkommen, hoffen die Forstleute nun, dass auch das Sauerland bei Arnsberg wieder Biberlebensraum wird. Den Abgaben zufolge war an der Möhne 1877 der letzte westfälische Biber erlegt worden, kurz zuvor der letzte im Rheinland. Danach galten die Tiere jahrzehntelang als ausgerottet.

«Wir begrüßen die Zuwanderung des Bibers in den Staatswald und alle positiven Effekte durch ihn auf den Wasserhaushalt im Wald und die Biodiversität am Gewässer», teilte Christoph Grüner vom Regionalforstamt Arnsberger Wald mit. Der Biber mit seinen charakteristischen Fraßspuren bewegt sich den Experten zufolge in einem schmalen Band entlang der Flüsse. Wo er seinen Lebensraum gestalte, profitierten viele Fische, Amphibien, Libellen sowie Wasserqualität und Hochwasserschutz. Denn dort, wo der Biber vorkomme, fließen Bäche wieder natürlich und der Wasserrückhalt werde gefördert. Außerdem reinigten seine Dämme das Wasser.

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