Zoo nach Obduktion: Seidenaffen an Organversagen gestorben

18.03.2021 Der plötzliche Tod von vier Seidenaffen im Duisburger Zoo ist auf Organversagen zurückzuführen. Die pathologische Untersuchung der Tiere habe Veränderungen von Leber, Niere und Milz ergeben, berichtete der Zoo auf seiner Facebook-Seite. «Dass dabei vier Tiere innerhalb weniger Tage versterben ist ein besonders bedauerliches Ereignis.» Eine Infektion mit dem Coronavirus sei ausgeschlossen worden. Die Lunge wies keine entsprechenden Veränderungen auf. Mehrere Medien hatte zuvor berichtet.

Ein Seidenaffe im Duisburger Zoo im Jahre 2019. Foto: Zoo Duisburg/dpa/archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Der Initiative für Menschenaffen «Great ape project», die eine externe Untersuchung der zunächst rätselhaften Todesfälle gefordert hatte, reichten die Angaben am Donnerstag nicht: Es sei überhaupt nicht geklärt, was zu dem Organversagen geführt habe.

Mit dem Tod der zwei Jungtiere und zwei erwachsenen Affen hatte der Zoo seine gesamte Gruppe der in Europa nur selten gehaltenen Schwarzschwanz-Seidenaffen verloren. «In unseren Herzen werden die kleinen Seidenaffen, mit ihrem Witz und Charme, einen festen Platz behalten», hieß es in der Erklärung des Zoos. Der Tierpark wurde am vergangenen Mittwoch nach dem Lockdown wieder geöffnet. Noch im Januar 2020 hatte er Nachwuchs bei seinen Seidenaffen gemeldet.

Schwarzschwanz-Seidenaffen leben in den Regenwäldern Südamerikas. Sie leiden, wie viele Tiere im Regenwald, unter der Einengung ihres Lebensraums durch massenhafte Abholzung von Bäumen und Brände.

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