Bund hilft Niedersachsen im Kampf gegen Cyberangriffe

17.11.2021 Ob Online-Erpressungen, Stromausfälle oder Systemstörungen in Kliniken - eine Hackerattacke kann schlimmstenfalls große Teile der Infrastruktur lahm legen. Das Land will sich besser schützen. Bleibt der Einzelhandel am bevorstehenden «Black Friday» verschont?

Arne Schönbohm, Präsident des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Foto: Christophe Gateau/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Das Land Niedersachsen will Cyberkriminellen zusammen mit IT-Experten des Bundes das Handwerk legen und seine Abwehr gegen Attacken verstärken. Dafür sollen insgesamt 17 einzelne Maßnahmen greifen.

Innenminister Boris Pistorius (SPD) und der Präsident des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), Arne Schönbohm, unterzeichneten am Mittwoch zu einem «Cybersicherheitstag» in Hannover eine entsprechende Vereinbarung. Die Schritte umfassen etwa gegenseitige Unterstützung sowie einen schnelleren Informationsaustausch zwischen dem Land und dem BSI.

«Attacken geschehen immer häufiger, und sie werden immer komplexer», sagte Pistorius. Cyberangriffe machen demnach vor keiner Landesgrenze halt. Es gebe jeden Tag unzählige Angriffe - die meisten davon könnten abgewehrt werden. «Bislang sind wir mit einem blauen Auge davongekommen, glaube ich, das kann morgen anders sein.»

Der SPD-Politiker betonte: «Digitalisierung ohne Cybersicherheit ist nicht denkbar.» Digitalisierung könne nur gelingen, wenn gleichzeitig die Sicherheit von Daten, Infrastrukturen und Verwaltungen gewährleistet sei. Deshalb sei es umso wichtiger, dass Bund und Länder hier enger zusammenarbeiteten und präventiv handelten.

Besonders für Kliniken und Energieversorger könnten Angriffe gefährlich sein, so Pistorius. So müsse etwa garantiert werden, dass nach einem Cyberüberfall Operationen noch möglich sind oder die Stromversorgung nach einem Angriff noch gewährleistet werden kann.

Schönbohm appellierte an Online-Händler, sich auf mögliche Attacken am bevorstehenden Rabatt- und Aktionstag «Black Friday» vorzubereiten. Angriffswellen hätten sich bereits gezeigt. «Das sind die Geschäftsmodelle der Kriminellen», ergänzte er.

Mit Blick auf das «Schadprogramm-Erkennungssystem» der Bundesverwaltung sagte Schönbohm, das BSI wolle Niedersachsen dabei unterstützen und beraten, ähnliche Systeme aufzustellen. Es könne nur im Team gelingen, das Cybersicherheitsniveau in Deutschland insgesamt zu stärken und auf dem höchstmöglichen Niveau zu halten.

Erst im Sommer hatten Hacker Handelsfirmen und Kommunen unter Druck gesetzt. Wirtschaft und Verwaltung sowie das Gesundheitswesen werden immer mehr zur Zielscheibe von Online-Angreifern.

© dpa-infocom GmbH

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